2018

Vielseitiges Angebot kommt prächtig an: 15 000 Besucher strömten dieses Jahr ins Jugendhaus Bad Säckingen

Schüler der Gewerbeschule sorgten für das leibliche Wohl beim Jahresabschlussfest.

Schüler der Gewerbeschule sorgten für das
leibliche Wohl beim Jahresabschlussfest. |Bild: Michael Gottstein

BAD SÄCKINGEN (Michael Gottstein). Viel geboten war im ablaufenden Jahr im Jugendhaus von Bad Säckingen. Insgesamt besuchten 15000 Menschen Veranstaltungen im Alten Gefängnis. "Vor zehn Jahren hatten wird nur etwa die Hälfte, und seit rund fünf Jahren hat sich die Zahl auf diesem hohen Niveau stabilisiert", erklärte der Leiter Peter Knorre beim traditionellen Jahresrückblick, den er mit seiner Kollegin Katja Glaus hielt.

Viel los von Gitarrenunterricht bis zu Boxkursen

Eine wichtige Neuerung betrifft die Öffnungszeiten des Jugendcafés, das nun immer von Mittwoch bis Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr offen steht. Zu den Veranstaltungen zählten Gitarrenunterricht, Musikstunden für Kinder, Gymnastik-, Bewegungs- und Töpferkurse, ferner gab es einen Spieletreff für Erwachsene, Klettern in der Kletterhalle, Tanz- und Boxkurse, ein Malatelier für Kinder, eine Schachgruppe sowie eine Fahrradwerkstatt und den beliebten Nachtsport.

Auch andere Vereine nutzen Räume

Das Jugendhaus veranstaltete Streetsoccer-Turniere, ein Benefizkonzert gegen Rassismus "We love all colours" sowie ein Konzert "Metal in Prison". Das Haus ist auch ein beliebter Treffpunkt für Gruppen wie den türkischen Elternbeirat und den deutsch-russischen Verein Rosinka, der Kindern Russischunterricht erteilt und es geschafft hat, einen prominenten russischen Kinderbuchautor nach Bad Säckingen zu holen. Außerdem bot der Verein "Refugees Integrated" Deutschkurse und Beratungen an.

In der Öffentlichkeit präsentierte sich das Jugendhaus bei den Märchentagen und am Badmattenfest. Das Jugendparlament besuchte den von "Murg im Wandel" organisierten Vortrag Felix Finkbeiners zum Thema "Plant for the Planet", worauf das Jugendhaus sechs Obstbäume pflanzte.

Peter Knorre und Katja Glaus (von rechts) hielten den
traditionellen Jahresrückblick. |Bild: Michael Gottstein

Öffentliche Präsentation ist wichtig

Das Haus beteiligte sich am fairen Stadtfest, sondern schenkt auch fair gehandelten Kaffee aus und verwendet Bälle aus fairem Handel. Und auch bei der Stadtreinigung machten die Jugendlichen mit. Peter Knorre dankte allen Ehrenamtlichen, "ohne die wir das alles gar nicht schaffen würden".

Unfreiwillige Helfer hatte das Haus ebenfalls, denn laut richterlicher Anweisung mussten 17 junge Straftäter – so viele wie noch nie – ihren Arbeitseinsatz im Alten Gefängnis ableisten.

Damit es den Besuchern bei so vielen Zahlen und Fakten nicht langweilig wurde, verband fand zugleich das Jahresabschlussfest statt. Für das leibliche Wohl sorgten Schüler der Gewerbeschule zusammen mit den Lehrerinnen Ursula Zerrer und Christina Bayda.

 

[Quelle: www.suedkurier.de]

Entassung der M4IM

Nach 3 ½ Jahren Ausbildung haben wir es geschafft: Erfolgreich bestanden haben 3 Feinwerkmechaniker und 10 Industriemechaniker die schriftliche Abschlussprüfung der Berufsschulen und Kammern.

Die Gewerbeschule Bad Säckingen konnte 2 Schüler mit einem Lob für besonders gute Leistungen auszeichnen: Kenny Gutknecht erreichte einen Gesamtdurchschnitt von 1,9 und Johannes Meier 2,2. Die Auszubildenden haben damit erfolgreich die erste große Hürde für den Ausbildungsabschluss genommen und ein Berufsschulabschlusszeugnis erhalten.

Im Januar/Februar gilt es den praktischen Teil der Abschlussprüfung zu bestehen um dann schließlich den Facharbeiter-/Gesellenbrief entgegennehmen zu können. Viel Erfolg und weiterhin eine stete Bereitschaft zur Weiterbildung wünschen ihnen alle Lehrer der Gewerbeschule, insbesondere die, die sie in den letzten Jahren begleitet haben.

Auf dem Bild sind von links nach rechts: Joscha Kramer (HC Starck, Laufenburg), Kim Sander (KPG, Wehr), Christian Dreger (GST, Murg), Max Frommherz (KPG, Wehr), Vincent Breuer (KPG, Wehr), Fabian Draga (Suhner, Bad Säckingen), Tobias Widmann (Drumag, Bad Säckingen), Xavier Guerrero Carrero (IGS, Wehr), Johannes Maier (Suhner, Bad Säckingen), Kenny Gutknecht (HC Starck, Laufenburg), Alexander Steinmetz (Vita, Bad Säckingen), Andreas Meier (Drumag, Bad Säckingen), Richard Weimer (HC Starck, Laufenburg), Klassenlehrer Ehrfried Mutter.

[Quelle: GWSBS]

Eine glänzende Budenstadt

Handwerklich hergestellte Produkte sind gerne begutachtet worden.

Der Stand der Gewerbeschule Bad Säckingen. Bild: GWSBS

BAD SÄCKINGEN. Zwischen Steinbrückstraße und Münsterplatz war am Wochenende zeitweise kein Durchkommen mehr. Zum liebgewonnenen Weihnachtsmarkt strömten die Besucher aus nah und fern. Wenngleich stürmischer Wind und insbesondere abends mitunter heftiger Regen doch für ein Abreißen des Besucherstroms sorgte. Vier Beschicker des Mittelaltermarkt reisten aufgrund der Böen und des Starkregens noch in der Nacht auf Sonntag vorzeitig ab.

Entlang der Budenmeile mit rund 100 Ständen war für Abwechslung gesorgt. Der dreitägige Weihnachtsmarkt lockte mit zahlreichen Höhepunkten. Ein Hauch von Käsegeruch lag eigentlich stets in der Luft. Gleich neben dem Hauptportal des Münsters rief ein heiß umlagerter Raclette-Stand fast ständig Heerscharen von Besuchern herbei. "Herzhaft gut, echt, aber des sollte eh nur im Freien gemacht werden", sagte eine treue Besucherin aus der Schweiz in aargauischem Dialekt. Zum Weihnachtsmarkt in der Trompeterstadt waren wieder viele Gäste von jenseits des Rheins gekommen. Insbesondere am Freitag- und am Samstagabend war die Innenstadt zum generationsübergreifenden Treffpunkt geworden. Schon am ersten Abend läuteten zahlreiche Arbeitskollegen miteinander das Wochenende ein. Und auch am Sonntag füllte sich die Budenstadt nach dem Kirchgang rasch wieder. So lange das Wetter stabil blieb, gab es ordentlichen Betrieb, aber ohne die drangvolle Enge der Vorjahre.

Bild: GWSBS

Zum Weihnachtsmarkt gehört für viele Besucher auch der Glühwein. Mit reichlich variierenden Angeboten war nahezu jede Geschmacksvariation vertreten. Ein Renner war die abgewandelte Feuerzangenbowle auf der Steinbrückstraße; ein Stück Zucker in hochprozentigem Rum getränkt, über dem heißen aromatisierten Wein angezündet – das war etwas fürs Auge und den Gaumen. Lange Schlangen gab es mitunter auch an den Ständen der Obersäckinger Hexen, der Wallbacher Schnarchzapfen oder der Ranzengarde. Die Cliquen und Zünfte haben ihr Stammpublikum. Überhaupt beteiligen sich viele Vereine am Bad Säckinger Weihnachtsmarkt. Die überregionale Tauchgruppe, der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr oder die KJG – alle hatten trotz wechselhaften Wetterverhältnissen einen guten Zuspruch.

Handwerklich hergestellte Produkte sind gerne begutachtet worden. Vom echten Dresdner Stollen wollten viel probieren und griffen danach auch ins Portemonnaie. Das rustikale frische Holzofenbrot animierte ebenso zum Kauf. Die Gewerbeschule bot selbst hergestellte Seifen an. Die bunte Mischung der Ideen auf dem Bad Säckinger Weihnachtsmarkt hat auch in diesem Jahr beim Publikum gezogen. Nebenbei ging Bürgermeister Alexander Guhl gemächlich als Losverkäufer durch die Reihen – in diesem Jahr für den Verein Step Uganda. Und das Rahmenprogramm auf der Bühne vom Münsterplatz bot Abwechslung: Jugendmusikschule, Chöre, Jodler und Alphornbläser oder der Posaunenchor der evangelischen Kirche luden zum Verweilen ein.

Metallfachschüler beenden ihr Praktikum bei der Firma Kownatzki in Wehr mit einem Gokart-Rennen

Drei selbstgebaute Gokarts lieferten sich ein Rennen.
Marco Lerro versuchte, seinen Vorsprung auszubauen.
| Bild: Christiane Pfeifer

WEHR. Sieben Schüler haben eigenständig drei Gokarts entwickelt und sich zum Abschluss ein Rennen mit den Gefährten geliefert. Die Firma Kownatzki in Wehr hatte den Metallfachschülern im zweiten Schuljahr ein zweiwöchiges Praktikum geboten.

Das Pilotprojekt der Firma Kownatzki, das erstmals allen Schülern der Metallfachschule im zweiten Schuljahr ein Praktikum bot, wurde gut angenommen. Lehrer Markus Ruhnau sagte: „In der Regel gehen die Schüler einzeln in das Praktikum.“ Die Schüler hatten zwei Wochen Zeit, um ihr Fahrzeug zu bauen und arbeiteten in drei Teams. Ruhman erläuterte: „Sie mussten sich selbst überlegen, wie sie das Projekt realisieren und Initiative zeigen.“ Für die Schüler selbst war es eine große Herausforderung, in einer Gruppe von unterschiedlichen Persönlichkeiten gute Teamarbeit zu leisten.

Kownatzki-Geschäftsführer Günter Ebi möchte das Projekt im nächsten Jahr wieder anbieten. Für ihn stehen die Begeisterung und der Spaß an der Metalltechnik im Vordergrund. „Die Firma Kownatzki möchte potenziellen Kandidaten für eine spätere Ausbildung die Möglichkeit geben, in den Betrieb zu schnuppern“, so Günter Ebi. Für das kommende Jahr wären es neun Schüler von der Metallfachschule, die laut Günter Ebi gerne für ein Praktikum kommen dürfen.

Die Gewerbeschule sieht das Angebot als gute Chance, die Jugendlichen in Fertigkeiten wie selbstständigem Arbeiten und Problemlösen zu schulen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Arbeit in der zweiten Woche besser von der Hand lief, weil man als Gruppe schon besser zusammengearbeitet hat.

Vier der sieben jungen Metallfachschüler haben für nächstes Jahr im September bereits eine Lehrstelle. Sie alle wollen dem Metallfach treu bleiben und haben sich als Industriemechaniker, Landmaschinenmechaniker oder als technischer Zeichner beworben. Lehrer Markus Ruhman berichtet aus Erfahrung, dass in der Regel erst nach dem Praktikum die Bewerbungen geschrieben werden. "Dass, wie in diesem Jahr, die Jugendlichen so früh eine Lehrstelle haben, ist selten."

Lehrer Ruhman würde sich von seinen Schülern allerdings mehr Neugierde wünschen. Er sagte: „Die Schüler schauen online, was die fertigen Produkte kosten, und finden es einfacher, diese zu bestellen als selbst zu bauen.“ Mit dem Projekt konnten sie erfahren, wie viel Spaß es machen kann, Dinge selbst nach seinen Wünschen zu erschaffen.

 

Die Mitwirkenden an dem Pilotprojekt waren (hinten, von links): stellvertretender Schulleiter Ehrfried Mutter, Produktions-Manager Robert Bernauer, Lehrer Markus Ruhnau, Geschäftsführer Günter Ebi, Marco Lerro, Islam Bazurkaev, Robin Baumgartner, Tim Hammer sowie die beiden ausgelernten Industriemechaniker Dominik Lehmann und Manuel Feser. Vorn auf den Gokarts (von links): Joseph Goldmann, Sandro Wiedner und Jerome Berger. | Bild: Christiane Pfeifer

[Quelle: www.suedkurier.de]

Neuer Gummistiefelhalter für den Kindergarten Rippolingen

45 Schüler aus Körperpflege, Metalltechnik, Holztechnik und Farbtechnik der Gewerbeschule Bad Säckingen haben abgeschlossen.

Übergabe des fertig gestellten Stiefelhalters an Frau Wulf (Leiterin des
Kindergartens in Rippolingen) durch Schüler der Klasse VABO 1.3,
rechts Michael Ehlert, einer der betreuenden Technischen Lehrer
von der Gewerbeschule Bad Säckingen

Wenn Kinder draußen spielen, dann sind auch oft die Gummistiefel danach innen feucht. Deshalb gab es von Cordula Wulf, der Leiterin des Kindergartens Rippolingen, die Anfrage an die Gewerbeschule Bad Säckingen, ob nicht eine Schulklasse einen Stiefelhalter bauen könnte um die feuchten Stiefel von 28 Kindern besser trocknen zu können.

Unter Anleitung von Herrn Lauber und Herrn Ehlert, ihren Lehrern aus der Abteilung Holz, machten sich die 14 Schüler der Klasse VABO 1.3 (diese Klassenbezeichnung bedeutet „Vorbereitung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“) an die Planung der ihnen übertragenen Aufgabe.

Nach einer ausführlichen Planungsphase begann die Herstellung, die zeitgleich in den beiden Werkstattgruppen durchgeführt wurde. Die Gruppe von Herrn Ehlert fertigte die 56 Halter aus Buchenholz an. Nach dem Zuschnitt, den Hobel-, Profilier- und Bohrarbeiten und dem Sägen der 45-Grad Kante waren die Hirnkanten zu runden und zu schleifen.

Die Gruppe von Herr Lauber bereitete die Grundplatte vor und teilte die Bohrlöcher für die Befestigung der Halter ein. Mit einer Bohrschablone wurden die schrägen Bohrungen für die Verschraubung der Halter mit der Platte vorbereitet und danach verschraubt. Nach dem Runden der Grundplatte und letzten Verputzarbeiten wurde die Oberfläche noch mit schadstofffreiem Naturöl behandelt. Herr Lauber übernahm nach der Übergabe an die Leiterin des Kindergartens zusammen mit 2 Schülern der Klasse dann auch die Montage des Stiefelhalters.

Bei diesem Projekt konnten die Schüler aus der VABO 1.3 ihre bisher im Unterricht erlernten Grundlagen und Fähigkeiten bei der Holzbearbeitung sehr gut an einem realen Auftrag einsetzen, der der Allgemeinheit zugutekommt. Bei der Durchführung der Arbeiten hat sich wieder gezeigt, dass ein solch praxisbezogenes Projekt die Motivation jedes einzelnen weckt und fördert – ganz besonders haben sich die Schüler (und natürlich auch die beiden Lehrer) über die gezeigte Dankbarkeit und Anerkennung ihrer Leistung gefreut.

[Quelle: gwsbs]