2016

32 Absolventen haben ihre Fachhochschulreife in der Tasche

An der Gewerbeschule Bad Säckingen haben 32 Schüler ihre Abschlussprüfungen bestanden und können jetzt studieren gehen.

BAD SÄCKINGEN. An der Gewerbeschule Bad Säckingen kann nach dem Besuch des einjährigen Berufskollegs die Fachhochschulreife erworben werden. Einzigartig zwischen Freiburg und Singen. 32 Schüler haben nun die Prüfungen bestanden. Die Absolventen haben bereits einen Berufsabschluss hinter sich und haben sich im vergangenen Jahr bewusst entschieden, noch einmal die Schulbank zu drücken, um die Fachhochschulreife nachzuholen. Große Freude herrschte bei der Abschlussfeier am Freitagnachmittag. Julia Fehrenbach hat als Beste mit einem Notendurchschnitt von 1,5 die Fachhochschulreife erreicht.

Die Absolventen des 1BKFH. Bild: Gerd Leutenecke

Endrik Borghardt und Rainer Keppler haben jeweils als Klassenlehrer zwei unterschiedliche Ausbildungszüge ein Schuljahr betreut. Da mussten vorab Entscheidungen getroffen werden, ob die biologische oder technische Richtung eingeschlagen wird. Anfänglich kamen 40 Schüler zusammen. Über die Grenzen des Landkreises hinaus geht der Zuspruch für diese Sonderform der schulischen Ausbildung. Die Fachhochschulreife "in einem Jahr zu erreichen, machte den Weg zurück in die Schule erträglich" gestand eine Absolventin. "Da ist weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal an unserer Schule" etabliert, merkte Borghardt an. Die Schüler waren zur Entlassfeier vollzählig erschienen. Eine gegenseitige Wertschätzung habe sich im Schuljahr rasch etabliert.

Von links: Die Jahrgangsbeste Julia Fehrenbacher hat nun die Fachhochschulreife erreicht. Maximilian Heim erhielt ebenso einen Preis. Roman Barth, Laura Köpfler, Jasper Biegel und Dania Kramer erhielten ein Lob für ihre Leistungen. | Bild: Gerd Leutenecke

Der scheidende Schulleiter Adalbert Hahn überreichte die Zeugnisse an: Derya Albostan, Clemens Amato, Johannes Bächle, Roman Barth, Jasper Biegel, Marc Boller-Berger, Julia Fehrenbach, Vivian Alicia Fox, Ahmet Gölbasi, Maximilian Heim, Blendita Jakupi, Loui Rainer Jansen, Stefanie Jehle, Laura Köpfler, Dania Kramer, Lena Lagaly, Nico Maenza, Patrick Rexhepi, Johannes Schmid, Christoph Schmidt, Sabrina Siebold, Lukas Sigg, Simon Strittmatter, Tobias Sturm, David Sudhoff, Patricia Tamara Sudhoff, Florian Trötschler, Ilker Tuerk, Philipp Vonderach, Francesco Voria, Eric Weiler, Magdalena Wilczek und Julian Wolber.

Mit einem Preis ausgezeichnet worden sind: Julia Fehrenbach und Maximilian Heim.
Jeweils ein Lob erhalten haben: Roman Barth, Jasper Biegel, Laura Köpfler und Dania Kramer.

 

Berufskolleg

Das einjährige Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife kann an der Gewerbeschule entweder in technischer Richtung oder biologischer Richtung belegt werden. Zulassungsvoraussetzung: abgeschlossene Ausbildung sowie die Mittlere Reife oder Versetzung in die 11. Gymnasialklasse. Weitere Sonderregelungen sind anwendbar. Danach ist ein Studium an einer Fachhochschule möglich. Nach Bestehen der Deltaprüfung, eine gesonderte Aufbauprüfung, kann ebenso an einer Dualen Hochschule studiert werden.

[Quelle: www.suedkurier.de]

17 Schüler erlangen Abitur an der Gewerbeschule

Die Technische Oberschule ermöglichte den Kandidatinnen und Kandidaten den Weg zum Abitur binnen zwei Jahre.

BAD SÄCKINGEN. Bei der Abiturfeier der Technischen Oberschule Bad Säckingen haben in der Gewerbeschule alle 17 Abiturienten die Zeugnisse für ihre bestandene Prüfung entgegen genommen. Die Schülerinnen und Schüler kamen von Erzingen bis Rheinfelden alle aus den Landkreisen Waldshut und Lörrach. Schulleiter Adalbert Hahn bescheinigte den Prüflingen, die zwischen 18 und 24 Jahre alt sind, dass ihnen der Ziellauf auf das Abitur voll gelungen sei. Neben Glückwünschen zum bestandenen Abitur versicherte er den jungen Leuten, dass sie mit der Kombination aus Berufsausbildung und höchstem Schulabschluss das nötige Rüstzeug für ein berufliches Weiterkommen hätten.

Abiturfeier der Technischen Oberschule Bad Säckingen. Foto: Ernst Brugger

Mit einem Notendurchschnitt von 1,6 erhielt Denis Blessing einen Preis. Ein Lob ging an Tim Hebenstreit (1,7) und Florian Gersbach (1,8) sowie an Johannes Winkler (2,1).

Klassenlehrer Nurmi Riegel sprach den Abiturienten, die sich zwei Jahre lang auf das Abitur vorbereitet haben, Respekt und Anerkennung aus. Nicht nur weil, alle 17 Kandidaten die Prüfungen bestanden hätten, sondern weil zwei tolle Jahre hinter ihnen lägen.

Für die Abiturienten sprach Alexander Diener: "Zwei Jahre des intensiven Lernens sind vorbei, aber wir haben es alle geschafft". Er dankte den Klassenlehrern Nurmi Riegel und Horst Brombacher für ihre Mühe und der Geduld. Die Klassen- sowie Fachlehrer erhielten kleine Präsente als Anerkennung.

In der Technischen Oberschule Bad Säckingen ist es möglich, die Hochschulreife in zwei Jahren zu erwerben, sofern die Kandidatinnen und Kandidaten die mittlere Reife oder eine erfolgreiche Berufsausbildung vorweisen können. Dies bedeutet für die Kandidaten als auch die Lehrer ein straffes Lernprogramm. Üblich seien drei Jahre Lernzeit für das Abitur, erläuterte Klassenlehrer Brombacher. Schulleiter Hahn erklärte, es sei in Bad Säckingen auch möglich, nach Hauptschulabschluss und Lehre die mittlere Reife nachzuholen und dann das Abitur zu machen. Mit einem Haupt- oder Realschulabschluss würden jungen Menschen bis hin zur Universität viele Bildungswege offen stehen.

Die 17 Abiturienten lauten: Nicole Montalbano, Nuria Ziemann, Nikolas Beil, Denis Blessing, Alexander Diener, Nico Drobe, Florian Gersbach, Tim Hebenstreit, Till Hülder, Sascha Kühn, Shaban Ljimani, Marc-Mario Mattel, Marcel Peghini, Bastian Schneider, Niko Schneider, Manuel Wiemann und Johannes Winkler.

 

Handwerk im Kreis Waldshut

Schüler der Gewerbeschule Bad Säckingen stellen sich im Extra der Badischen Zeitung vor.

Noelle Stoll (20) aus Bad Säckingen

"Ich besuche gerade die Berufsfachschule für Körperpflege in Bad Säckingen mit dem Ziel, im Herbst eine Ausbildung als Friseurin zu beginnen. Ich möchte mich kreativ ausleben im Haar-Styling, Make-up und Maniküre. Mein Ziel ist klar: Ich möchte mein Hobby als Cosplayerin zum Beruf machen – da ist die Friseurlehre nützlich."

Dominik Lang (16) aus Lauchringen

"Ich möchte Maler und Lackierer werden. Man ist viel draußen und geht mit Kunden um. Ich arbeite gerne kreativ und mit meinen Händen. Nach der einjährigen Berufsfachschule Farbtechnik beginne ich im September meine Ausbildung im Malergeschäft von Michael Przybylski in Tiengen, wo ich jetzt schon einen Tag in der Woche als Praktikant bin."

Philipp Ebner (17) aus Laufenburg

"Mein Vater Andreas Ebner hat eine Zimmerei, und da habe ich schon als Kind hineingeschnuppert. Der Beruf passt zu mir: Ich arbeite gerne draußen und freue mich zu sehen, wie etwas unter meinen Händen entsteht. Auch die Arbeit mit den großen Maschinen ist faszinierend."

Lars Güll (18) aus Wehr-Öflingen

"Ich bin gerade im zweiten Lehrjahr als Feinwerkmechaniker. Es ist eine spannende Materie, mit Metall zu arbeiten und da bot es sich für mich an, mich bei der Zahnrad- und Getriebefabrik Kownatzki in Wehr um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Zum Beruf gehören Techniken wie zum Beispiel das Fräsen, Drehen, Schleifen und Verzinken. Das alles verlangt ein sehr exaktes Arbeiten."

Bild: GWSBS

Simon Berger (21) aus Wehr

"Die Theorie ist nicht so meine Sache, ich wollte schon immer mit den Händen arbeiten und meine handwerkliche Begabung nutzen. So begann ich nach der Realschule und der einjährigen Metallfachschule eine Lehre als Industriemechaniker mit der Fachrichtung Systemsteuerung bei der Firma Mut-Tschamber Misch- und Trenntechnik in Wehr. Themen wie Zerspannungstechnik, Drehen, Fräßen, Bohren, Schweißen und Montage machen das Berufsfeld sehr interessant. Ich kann den Beruf des Industriemechanikers nur weiterempfehlen."

Nathalie Neumann (17) aus Lauchringen

"Mein Ziel ist der Schreinerberuf. Deshalb besuche ich gerade die einjährige Holzfachschule in Bad Säckingen. Im September beginne ich meine Ausbildung bei der Schreinerei Hotz in Eggingen. Ich habe in Praktika einige Berufsfelder ausprobiert, aber das Werken mit Holz macht mir einfach am meisten Spaß."

Gelebte Integration an der Gewerbeschule Bad Säckingen

1BFK und VAB-O auf der Eisbahn in Herrischried 10.03.2016. Bild: GWSBS

[HERRISCHRIED] Am Donnerstag, 10. März 2016, war die 1BFK (einjährige Berufsfachschule für Körperpflege) der Gewerbeschule Bad Säckingen zu einem Wintersport-Tag in Herrischried, begleitet wurden sie von drei Lehrerinnen. Mit von der Partie waren 13 Schülerinnen und Schüler der VAB-O (Vorbereitung Ausbildung und Beruf, ohne Deutschkenntnisse), ebenfalls eine Klasse der Gewerbeschule Bad Säckingen.

Was als harmloser Ausflug gedacht war, entwickelte sich zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler der 1BFK nahmen die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak wortwörtlich an die Hand und führten sie freudig übers Eis. Schnell überwanden sie ihre Angst und drehten zögerlich ihre Runden, nach einiger Zeit sogar allein. Ein Beleg dafür, dass es allen gefiel, waren die Formationen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler polonaiseartig bewegten. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Imbiss, der großzügigerweise von den Betreibern des Eishallen-Restaurants unterstützt wurde.

Aus diesem gelungenen Wintersport-Tag entwickelten sich erste Freundschaften, die die Integration der neuen Mitschülerinnen und Mitschüler fördert. Es wurden schon erste private Verabredungen vereinbart.

G. Pfleghaar und Chr. Wurche

Interesse am Bauberuf

Der Infotag an der Gewerbeschule Bad Säckingen fand unter großem Interesse statt. Neben den Schülern besuchte auch Landrat Dr. Martin Kistler (Bildmitte) den Stand der Bau-Innung Waldshut.

Landrat Dr. Martin Kistler (Bildmitte) besucht den Stand
der Bau-Innung Waldshut. Bild: Bau-Innung

BAD SÄCKINGEN. Der Infotag an der Gewerbeschule Bad Säckingen fand unter großem Interesse statt. Neben den Schülern besuchte auch Landrat Dr. Martin Kistler (Bildmitte) den Stand der Bau-Innung Waldshut. Die vielen interessierten Schüler konnten unter Anleitung des Obermeisters Gerhard Tröndle, seines Stellvertreters Lothar Zanotti, des Ausbildungsmeisters Hubert Sobiera und des Schulleiters der GS Bad Säckingen, Adalbert Hahn, eine Mauerwerkswand aus Porenbetonsteinen zusammensetzen. Einige Schüler haben bereits ihre Bewerbungen an ortsansässige Bauunternehmen verschickt und wollen den Beruf des Maurers erlernen.

[Quelle: www.suedkurier.de]