2016

Zielvereinbarungen feierlich unterzeichnet

Schulleiter Raphael Schopp und Regierungsschuldirektor
Martin Müller für das Regierungspräsidium Freiburg
unterzeichnen die Zielvereinbarungen. [Quelle: GWSBS]

BAD SÄCKINGEN. Schulleiter Raphael Schopp und Regierungsschuldirektor Martin Müller für das Regierungspräsidium Freiburg haben die Zielvereinbarungen für die kommenden fünf Jahre unterzeichnet.

Im Rahmen eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses, der mittlerweile für alle Schulen in Baden-Württemberg verbindlich ist, verpflichtet sich die Gewerbeschule Bad Säckingen, in den kommenden Jahren bis 2021 von ihr selbst gesteckte Entwicklungsziele zu erreichen. Das Regierungspräsidium Freiburg begleitet und berät die Schule bei diesem Prozess, der dann schlussendlich von einer externen Kommission in einer sogenannten Fremdevaluation bewertet werden wird.

Für die Gewerbeschule Bad Säckingen ist es jetzt bereits die dritte Teilnahme an einem von außen beleuchteten Schulentwicklungsprozess. Damit gehören wir zu den Pionieren einer systematisch gestalteten Schulentwicklung in Südbaden.

Das Schulentwicklungsteam der Gewerbeschule hatte zuvor die thematischen Schwerpunkte der Schulentwicklung für die kommenden Jahre entwickelt, die dann von der Gesamtlehrerkonferenz mit großer Mehrheit verabschiedet wurden.

Die Zielvereinbarung beinhaltet neben Prozessoptimierungen auch zentrale pädagogische Themen, beispielsweise die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern.

[Quelle: Gewerbeschule Bad Säckingen]

Stimmungsvoller Markt mit viel Programm

Die Gewerbeschule warb auf dem Weihnachtsmarkt für den Beruf des Schreiners mit Schülerarbeiten aus Holz und Metall gemäß dem Motto: "So kann’s nur der Schreiner".

Bad Säckinger Weihnachtsmarkt. Bild: Badische Zeitung / Hildegard

BAD SÄCKINGEN. Es ist früher Samstagabend in Bad Säckingen. Die lichtumflutete Altstadt platzt schier aus ihren Nähten. Auf dem Münsterplatz drängen sich die Menschen, helle Kinderstimmen erheben sich in den Nachthimmel, Fröhlichkeit gibt sich ein Stelldichein. Es ist Weihnachtsmarkt in der Trompeterstadt.

Schon am Freitag bei der Eröffnung herrschte reges Treiben in der Innenstadt. Und schon da machte der "schönste Weihnachtsmarkt weit und breit" seinem Namen alle Ehre, angesichts des herrlichen Winterwetters, das bis Sonntagabend ebenso wenig abreißen sollte, wie der Besucherstrom. Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit, wenn der Markt in seinem ganz besonderen Flair erstrahlte, herrschte die gewohnte "Druckete". Da war kaum noch ein Durchkommen in der Steinbrückstraße. Überall dort, wo Feines für den Gaumen angeboten wurde, standen die Menschen geduldig in Schlangen. Stets dicht umlagert zeigte sich auch der Brunnen auf dem Münsterplatz. Der Brunnentrog fungierte als Freiluftbar für Glühweintassen und lud zu fröhlicher Geselligkeit unter klarem Nachthimmel.

Lauter zufriedene Mienen zeigten die rund 80 Aussteller. Sie erfreuten sich an den zahlreichen Besuchern, die durch die festliche Budenstadt flanierten auf der Suche nach Geschenken für das Weihnachtsfest. Das war gar kein so leichtes Unterfangen, angesichts der Fülle an Kunsthandwerk, das der Weihnachtsmarkt offerierte. Da fanden sich schöne Kerzen, kreative Weihnachtsdekoration, feines Backwerk, edle Liköre, Schmuck in vielen Variationen, Gestricktes und Genähtes, Selbstgemachtes aus Holz und Keramik sowie hübsch verpackte Marmeladen und Gelees. Auch ungewöhnliche Ideen gab es auf dem Weihnachtsmarkt. So warb die Gewerbeschule für den Beruf des Schreiners mit Schülerarbeiten aus Holz und Metall gemäß dem Motto: "So kann’s nur der Schreiner".

Vor allem aber eines zeichnete den Bad Säckinger Weihnachtsmarkt aus: Das vielseitige Rahmenprogramm. Fast ohne Unterbrechung gaben sich Chöre und Gruppen auf der Bühne am Münsterplatz ein Stelldichein. Allen voran begeisterten die Kinder mit ihren fröhlichen Weihnachtsliedern. Sehr festliche Akzente setzte am Freitagabend die Brass Akademie Kiew, für Augenschmaus sorgte gleich danach die Feuershow des Zirkus Papperlapapp. Staunen ließen am Samstagmittag Anita und Maik ob ihrer Fingerfertigkeit angesichts von "vier Händen über 50 Kuhglocken" und so richtig zum Schmunzeln animierte das Freiburger Trio Ratzfatz, das beim lustigen Mitmachkonzert für Kinder Groß und Klein bezauberte. Am Sonntag setzten die swingenden Weihnachtsmänner und der Jodlerclub Fricktal musikalische Kontraste unter einen Weihnachtsmarkt, der auf die Menschen ob seiner Vielseitigkeit einmal mehr eine magische Anziehungskraft ausübte.

Neuer Zaun um Naturdenkmal

Schüler der Gewerbeschule fertigen eine Einfriedung aus Eichenholz für das Naturdenkmal Galgenbuck an. Der Schwarzwaldverein reißt die alte morsche Abgrenzung ab.

In einer Gemeinschaftsaktion haben die Schüler der Berufsfachschule Holz,
der Schwarzwaldverein Bad Säckingen und der Bad Säckinger Forst,
einen neuen Zaun um das Naturdenkmal Galgenbuck gezogen. Bild: Susanne Kanele

BAD SÄCKINGEN. Das Naturdenkmal Galgenbuck hat einen neuen Zaun. "Der alte Zaun war über 20 Jahre alt und morsch", erklärte Ingrid Bär, die Vorsitzendes des Schwarzwaldvereins Bad Säckingen, der sich um die Pflege des kleinen Naturdenkmals kümmert. Weil die Stadtverwaltung der Besitzer des Naturdenkmals ist und eine Kooperation mit der Gewerbeschule Bad Säckingen unterhält, war es selbstverständlich für die Schule, eine Projektarbeit der Holzklasse der zweijährigen Berufsfachschule, aus dem neuen Zaun zu machen. Jetzt ist der neue Zaun montiert worden.

"Die Klasse hatte sehr viel Spaß am Projekt", so der technische Lehrer Robert Wassmer, der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen, dem technischen Oberlehrer Michael Ehlert, betreut hat. Um sich im Vorfeld auf das neue Projekt einzustimmen, haben sich die Schüler der Klasse BFZ2, den Bad Säckinger Stadtwald von Stadtförster Gabriel Hieke zeigen lassen.

Denn dass das Holz für den Zaun aus dem Stadtwald kommen soll, stand von vorne herein fest. Der Forst hat sich für Eichenholz entschieden: "Denn das ist das Holz, dass auch auf dem Galgenbuck wächst", so Stadtförster Gabriel Hieke.

Als die Bretter für den neuen Zaun zugeschnitten waren, machten sich die Mitglieder des Schwarzwaldvereins daran, den alten Zaun abzureißen. "Das haben wir an einem Tag geschafft", so Ingrid Bär. Nach dem Abriss stapelten die Mitglieder des Schwarzwaldvereins das alte Holz, dass dann von den Mitarbeitern der Technischen Dienste abgeholt und entsorgt worden ist.

Obwohl so viele Helfer Hand in Hand an dem neuen Zaun gearbeitet haben, sind doch Kosten für den Schwarzwaldverein entstanden. Aber Ingrid Bär konnte beruhigen: "Dieses Projekt ist vom Umweltamt gefördert worden", sagt sie.

Galgenbuck

Wie eine grüne Insel liegt das Gewann Galgenbuck mitten im Wohngebiet der Oberen Flüh zwischen der Sigma-Klinik und der DRK-Rettungswache. Noch bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts, befand sich an dieser Stelle die öffentliche Richtstätte. Wie ein Stich von Merian von 1632 zeigt, lag der Galgenbuck einst außerhalb des alten Säckingen, auf einem felsigen Hügel. Das letzte Todesurteil des Stadtgerichts wurde 1686 vollstreckt. Funde aus der Steinzeit belegen eine frühgeschichtliche Besiedlung. Heute ist der Galgenbuck ein Naturdenkmal und steht seit 1986 unter Schutz. Der Galgenbuck ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

 

[Quelle: www.suedkurier.de]

An Berufsschulen wird’s eng

Eberle-Schule, die hauswirtschaftliche Schule und die Gewerbeschule starten ins Schuljahr.

Eingerüstet präsentiert sich ein Nebengebäude der
Gewerbeschule Bad Säckingen zu Beginn des neuen  Schuljahres.
Foto: Alex Kremp

BAD SÄCKINGEN. Mit genügend Lehrern starten die beruflichen Schulen in Bad Säckingen in das neue Schuljahr. Räumlich bleibt es eng, an der Rudolf-Eberle-Schule sogar so eng, dass es einen neuen Höchststand bei den Wanderklassen gibt. Die Gewerbeschule investierte in ihren Maschinenpark und die hauswirtschaftlichen Schulen haben einen neuen Konrektor. Smartphones müssen im Unterricht auch weiterhin ausbleiben.

Rudolf-Eberle-Schule
Auch wenn Schulleiter Hans-Peter Hess die genauen Schülerzahlen erst in der kommenden Woche bekannt geben kann, steht bereits jetzt fest, dass es eng wird – noch enger, als im Vorjahr und das bedeutet für die Wirtschaftsschule noch mehr Wanderklassen. Waren es im vergangenen Schuljahr 719 Schülerinnen und Schüler, wird die Zahl in diesem Jahr mindestens ähnlich hoch bleiben. Vier Rückkehrer, drei neue Lehrer und drei Abgänge sorgten dafür, dass 48 Lehrerinnen und Lehrer an der Schule unterrichten werden. Neu ab diesem Schuljahr wird sein, dass erstmals Flüchtlinge den Unterricht besuchen. Bei Smartphones bleibt der Schulleiter hart: "Sie sind im Unterricht verboten."

Hauswirtschaftliche Schulen
Ein neuer Konrektor und ein Ausbau des Unterrichts mit Tablets sind die wesentlichen Neuerungen an den hauswirtschaftlichen Schulen in Bad Säckingen für dieses Schuljahr. Auf Joachim Schultze folgte Carsten Schnell als stellvertretender Schulleiter. Was die Versorgung mit Lehrern angeht, ist Schulleiterin Isabella Schlipphack zufrieden, bei den Räumen sieht es dagegen anders aus. Die Situation sei beengt.

Genaue Schülerzahlen seien derzeit schwierig zu prognostizieren, da es für das Hotel- und Gaststättengewerbe Blockklassen gebe, deren Anmeldung noch bis November laufe, so Schlipphack. Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass es etwa 430 Schüler sein werden und damit etwa ähnlich viele wie in den Vorjahren. Die beiden Flüchtlingsklassen aus dem vergangenen Schuljahr werden weiter geführt.

Bereits im zweiten Jahr und ein voller Erfolg ist das Tablet-Projekt an der Schule. Auch die neue Eingangsklasse wird daran anknüpfen. Bei aller Kritik an der Digitalisierung sollen hier auch deren Vorteile genutzt werden. Im Vordergrund stehen dabei eine fundierte Medienkompetenz und das Recherchieren. Das dahinterstehende pädagogische Konzept zielt auf mehr Individualisierung ab und erlaubt, dass aktuelle Informationen, etwa Nachrichten, in Echtzeit in den Unterricht einfließen und dort behandelt werden können. Die Tablet-Computer gehören den Schülern privat. Technische Probleme, da mit drei unterschiedlichen Betriebssystemen gearbeitet werden müsse, gebe es nicht.

Zu den 35 Lehrerinnen und Lehrern in der Stammlehrerschaft kämen noch Kollegen der benachbarten beiden Schulen hinzu, sodass Schlipphack mit rund 50 Lehrern an ihrer Schule rechnet.

Gewerbeschule
Mit steigenden Schülerzahlen, einem neuen Schulleiter und sechs neuen Lehrern geht es an der Gewerbeschule ins neue Schuljahr. Damit nicht genug: Der Maschinenpark wurde modernisiert, bei den Klassenräumen ist die Schule am Limit. Ebenfalls neu eingerichtet wurde eine Vorbereitungsklasse Arbeit und Beruf, in der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss vorbereitet werden.

Besonders erfreut ist der neue Schulleiter Raphael Schopp, der auf Adalbert Hahn folgte, über das große Interesse an der Holzfachschule und den dort gestiegenen Schülerzahlen. In der Holzfachschule wird an einer neuen Holzplattensäge und einer computergestützten Fräse gearbeitet. Von den insgesamt 650 Schülern sind 30 in der Holzfachschule. Waren es vergangenes Jahr noch 24, so sei dieser Anstieg ein Trend, der sich kontinuierlich die vergangenen Jahre vollzog und zeige, wie beliebt die Holzbranche sei, so Schopp. Auch bei den Metallern wurde in eine neue solche CNC-Drehmaschine investiert.

 

Schüler der Gewerbeschule ist Zweitplazierter des Kunstprojekts "Bad Säckingen soll bunter werden".

Beim Skizzen für eine farbenfrohe Stadt.

Friederike Brenke (links) und Friederike Kouremetis vor einigen der Zeichnungen, von denen mindestens drei die grauen Kästen in der Stadt verschönern sollen.
Foto: Marion Rank

BAD SÄCKINGEN. Grau, hässlich, unförmig – zu Tausenden stehen sie am Straßenrand. In Deutschland sind es rund 465 000. Zur Verschönerung des Stadtbildes tragen sie nicht gerade bei. Die Rede ist von den grauen, schmucklosen Kästen, die teils für Ampelschaltungen, für die Deutsche Post als Zwischenlager oder von den Kabelnetzbetreibern als Verstärker aufgestellt werden. Telefongesellschaften, unter anderem der Telekom, gehören die größten und wuchtigsten dieser grauen Kästen.

SPD-Stadträtin Friederike Brenke und Friederike Kouremetis, die Vorsitzende des Bad Säckinger Jugendparlaments, riefen im Mai zum zeichnerischen Kampf gegen die "Schandflecken in der Landschaft" auf. Das Projekt firmierte unter dem Namen "Bad Säckingen soll bunter werden". Rund 40 Skizzen wurden eingereicht, sagen Brenke und Kouremetis. Als Jury sei ihnen die Auswahl der drei Siegerzeichnungen "schwer gefallen". Sie hoffen nun darauf, "dass die Telekom weitere Skizzen zur Verschönerung ihrer Kästen verwenden wird." Vorerst sollen aber, in Absprache mit der Telekom, bis spätestens zum Jahresende hin die Siegerskizzen drei Multifunktionskästen in Bad Säckingen verschönern und zwar an "exponierter Stelle", erzählen Friederike Brenke und Friederike Kouremetis.

Sieger Jürgen Schmid aus Bad Säckingen darf mit seinem Motiv den grauen Kasten zwischen der Klinik Marienhaus und der Bäckerei Pfeiffer Beck verschönern. Friederike Brenke und Friederike Kouremetis sind sich einig über die Wirkung der Zeichnung: "Das Mediterrane – ein richtiger Blickfang, der zum Verweilen lädt". Für das Graffiti-Motiv des zweitplatzierten Künstlers Connor Gerspach, aus der Gewerbeschule in Bad Säckingen, steht der Standort noch nicht fest. Dritter wurde der junge Flüchtling Maher Ramadan, der an einem Kunstprojekt des Vereins Refugees Integrated teilnimmt, in der Kunstgruppe des Kinder- und Jugendhauses. Sein "Pharao" soll in gelber Dispersionsfarbe einen grauen Kasten erstrahlen lassen. "Das Schöne ist die bunte Mischung an Skizzen, wie auch die bunte Vielfalt der Leute, die diese eingereicht hat", sagen Brenke und Kouremetis.