2015

Frisuren zwischen Rock 'n' Roll und Abiball

Angehende Friseure präsentieren ihre Gesellenstücke.

BAD SÄCKINGEN (jel). Friseur ist ein langweiliger Beruf – von wegen. Das Gegenteil haben am Samstagabend 20 angehende Friseure in der Aula der Gewerbeschule Bad Säckingen bewiesen. Insgesamt 16 Schülerinnen und vier Schüler präsentierten den Prüfern sowie dem Publikum ihre kreativen Gesellenstücke.

Von wilder Rockkonzertnacht über Bollywood bis hin zu Abiball war jedes Thema vertreten. Besonders beliebt waren jedoch die eleganten Abendfrisuren. Oberstudiendirektor Adalbert Hahn eröffnete die Veranstaltung mit lobenden Worten: "Es ist sehr schön zu sehen, was man alles aus den Mottos machen kann." Hahn verglich die Lernlaufbahn der Auszubildenden mit der Tour de France. "Auf eurem Weg war die eine oder andere Etappe sehr schwierig. Aber ihr konntet sie alle meistern", so der Schulleiter.

Ihre Kreativität bewiesen 20 angehende Friseure bei der Präsentation ihrer Gesellenstücke in der Aula der Gewerbeschule. Foto: Jessica Lichetzki

Roland Arendt, Prüfungsvorsitzender der Friseurinnung Bad Säckingen, betonte in seiner Ansprache, wie wichtig Schule sei. "Wenn ihr Talent habt, dann nutzt es und macht Karriere", plädierte Arendt an die Lehrlinge. Nach den motivierenden Ansprachen präsentierten die Nachwuchsfriseure ihre abwechslungsreichen Kreationen nacheinander. Ihre Aufgabe war es, anhand unterschiedlicher Module wie Färben oder Hochstecken, verschiedene Looks zu kreieren.

Doch bereits nach der Präsentation und einem Gruppenfoto war die Veranstaltung auch beendet. Denn schließlich mussten die Schüler am Folgetag den zweiten Teil ihrer Prüfung absolvieren. Jutta Rüd, Obermeisterin der Friseur- und Kosmetikinnung Bad Säckingen/Waldshut, war ebenfalls begeistert von dem Engagement der Azubis. "Wir hatten heute eine Prüfung auf sehr hohem Niveau", erklärte die Obermeisterin.

Gemeinsam mit Roland Arendt betonte sie, wie wichtig eine öffentliche Präsentation sei. "Wir haben stets Nachwuchsmangel. Daher ist es wichtig, den Beruf unserer Jugend wieder nahe zu bringen", sagt Rüd.

 

Berufskolleg: 41 Schüler feiern ihren Abschluss

Insgesamt 41 Schüler in zwei Klassen haben den Abschluss des einjährigen Berufskollegs an der Gewerbeschule gefeiert.

BAD SÄCKINGEN (SK). Das einjährige Berufskolleg Bad Säckingen entlässt 41 Schülerinnen und Schüler in die Berufswelt, die zusätzlich zu ihrer Berufsausbildung nun auch die Fachhochschulreife erworben haben. Die Absolventen erhielten am Freitag aus den Händen ihrer Klassenlehrer ihre Zeugnisse.

Die Jahrgangsbesten: C. Schwarz, L. Joos, J. Paeplow, R. Mühlpfort und D. Breitenbach (vorne von links); Hintere Reihe: F. B. Schüle, F. Gebhardt, B. Vogt, D. Niedermeier, J. Schirmer, D. Gänswein und M. Kohler. Bild: Elena Butz

Es sei ein besonderer Weg, den die Schüler eingeschlagen hätten, meinte Marion Neugebauer, die stellvertretende Schulleiterin des Bad Säckinger Berufskollegs, in ihrer Rede. Nachdem die Schüler erst einmal ihre Berufsausbildung abgeschlossen hatten, haben sie nun durch ihr Jahr am Berufskolleg und die bestandenen Prüfungen auch die Berechtigung an Fachhochschulen zu studieren. „Somit habt ihr gleich zwei tragfähige Beine, ein gutes Fundament“, freute sich Neugebauer. Ihre Botschaft an die scheidenden Schüler lautete: „Nutzt dieses Fundament, baut weiter daran.“ Der Start dürfte den Schülern dabei nicht schwer fallen, da sie und ihre Kompetenzen durch den aktuellen Fachkräftemangel sehr begehrt sind.

Der Jahrgang bestand aus jeweils zwei Klassen, die sich auf Technik beziehungsweise auf Biologie spezialisiert hatten. Irene Obenauer-Schürer, eine der Klassenlehrerinnen, bezeichnete das Jahr an der Gewerbeschule als einen wichtigen „Pflasterstein auf dem Lebensweg“ der Schüler, der hoffentlich zu guten, neuen Richtungen führe. Am Anfang des Jahres, erinnerte sie sich, sei ihre Klasse ein „großer, bunt zusammengewürfelter Haufen“ gewesen, zu dem immer wieder Leute dazu kamen und den einige Schüler vorzeitig wieder verließen. Am Ende waren es 22, die die abschließenden Prüfungen bestanden.

Auch von der Parallelklasse von Klassenlehrer Rainer Keppler verließ etwa ein Drittel der Schüler die Klasse im Laufe des Jahres vorzeitig, 19 schafften es am Ende erfolgreich durch die Prüfungen. Er gab seinen Schülern eine letzte Hausaufgabe mit auf ihren weiteren Lebensweg: „Bedankt euch bei euren Eltern, bei euren Freunden und wenn ihr sie seht, auch bei euren ehemaligen Lehrern, denn sie haben euch hierhergebracht.“

Die Preisträger

Für ihren besonders guten Notendurchschnitt erhielten Benjamin Vogt (1,5) und Clemens Schwarz (1,6) einen Preis, zudem sind beide auch die Träger des Physikpreises. Ein Lob erhielten Raphael Mühlpfort (1,7), Janine Paeplow (1,7), Daniel Gänswein (2,2), Lukas Joos (2,1), Johannes Schirmer (1,8), Marco Kohler (2,3) und Friedrich Benjamin Schüle (2,1). Daniel Niedermeier, Denise Breitenbach und Fabian Gebhardt erhielten ein Zertifikat zur Teilnahme am Kongress der Umweltpreisträger.
 

[Quelle: www.suedkurier.de]

Bad Säckinger Oberschüler feiern ihre Hochschulreife

Abschlussjahrgang: 13 Schüler mit gutem Notendurchschnitt, fünf Preisen und drei Loben

Mit einer gehörigen Portion Selbstironie blickten die Klassensprecherinnen Julia Peschka und Karin Rüd (rechts) auf die vergangenen beiden Schuljahre zurück Bild: Ralph Fautz

BAD SÄCKINGEN (SK). Fünf Preise und drei Lobe gab es am Freitagabend an der Abschlussfeier der Technischen Oberschule der Berufsoberschule in Bad Säckingen. Die Schüler der Technischen Oberschule, alle im Besitz der Mittleren Reife und einer abgeschlossene Berufsausbildung, erreichten nun mit ihrem Abschluss die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, und einer von ihnen die Fachhochschulreife.

Die insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler gestalteten eine humorvolle Abschiedsfeier, bei der – gerade mit Blick auf die eine oder andere Klassenfahrt – so manches zutage trat, was man sonst nicht erfahren würde. Wer eine Abschlussfeier mit langen, ausschweifenden Reden erwartet hatte, der wurde eines besseren belehrt. Kurz und knackig, aber dennoch mit viel Witz und Humor gestalteten sowohl Schüler als auch Lehrer ihre Abschlussreden. So glich beispielsweise die Unterrichtsatmosphäre an manchen Tagen dem Raumschiff Enterprise, getreu dem Motto Mister Spocks: „Ist es Ihnen nicht schon aufgefallen, dass es nicht sehr sinnvoll ist, mich andauernd nach etwas zu fragen, über das Sie sich bereits völlig im Klaren sind?“, rezitierten die beiden Klassensprecherinnen Julia Peschka und Karin Rüd.

2TO2 - Abschlussklasse 2015. Bild: Gewerbeschule

Dennoch, die schulischen Leistungen der Absolventen sprechen eine andere Sprache. Der Notendurchschnitt von 2,3 dieses Abschlussjahrgangs kann sich sehen lassen. Einen Preis für gute Leistungen bekamen Matthis Bless und Gavin Smith für einen Gesamtnotendurchschnitt von 1,1. Calvin Laeske, Julia Peschka und Marc Trüby hatten einen Gesamtschnitt von 2,3 und erhielten dafür ein Lob. Der Schwerpunkt der Technischen Oberschule lag bei Physik. Hier überzeugte Gavin Smith und wurde mit dem Physikpreis der Deutschen physikalischen Gesellschaft belohnt. Darin enthalten sind ein Buch und die einjährige kostenlose Mitgliedschaft. Matthis Bless wurde durch die Deutsche Mathematikervereinigung für seine hervorragenden Leistungen in Mathematik ausgezeichnet.

Einen besonderen Preis erhielt Calvin Laeske: Die Europäische Umwelt-stiftung honorierte sein Engagement bei einer englischsprachigen Fachdiskussion zu Themen rund um Menschenrechte und Umweltthemen. Zusammen mit Preisträgern des alternativen Nobelpreises und jungen Wissenschaftlern erörterten sie gesellschaftspolitische Fragen.

2TO2 - Abschlussklasse 2015. Bild: Gewerbeschule

Nach zwei Jahren endet auch für das Klassenlehrerteam um Stefanie Pelz und Horst Brombacher die Zeit mit einer Klasse, die schnell zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen war, wie sie beide betonten. Pelz war es ein Anliegen, die Schüler zu ermahnen, der Forderung nach bedingungsloser Flexibilität zu widerstehen und gelegentlich aufzutanken. Ein Blick, der nicht stur geradeaus gehe, erlaube es, Freunde und Familie im Blick zu behalten.

Schulleiter Adalbert Hahn zeigte sich sichtlich überrascht und nahm es mit Humor, als er erfuhr, dass auf der Klassenfahrt nach Hamburg ein Rauchmelder auslöste und nicht nur Schüler mit Sombreros nachts die Reeperbahn unsicher machten – Dinge, die man sonst von Klassenfahrten nicht erfährt, schmunzelte er.

 

[Quelle: www.suedkurier.de]

Wie ein genetischer Fingerabdruck entsteht

Schüler des Einjährigen Berufskollegs erstellen selbst ein DNA-Profil im NaT-Working Labor am Scheffelgymnasium.

Tobias Reinhard (Mitte) und Friedrich Schüle (links) beobachten, wie Fabian Gebhardt die Geltaschen mit der behandelten DNA befüllt Bild: Gewerbeschule

BAD SÄCKINGEN (SK). Kein Krimi ohne genetischen Fingerabdruck – aber wie geht das eigentlich? Schüler des einjährigen Berufskollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife (Fachrichtung Biologie und Gesundheitslehre) der Gewerbeschule Bad Säckingen konnten im benachbarten Gymnasium selbst ausprobieren, wie ein solcher genetischer Fingerabdruck hergestellt wird.

Unter fachkundiger Einweisung des Biologielehrers Tobias Reinhard, Leiter des NaT-Working Labors am Scheffelgymnasium, wurde in mehreren Gruppen die DNA (das genetische Material) verschiedener Verdächtiger und einer Tatortspur in vielen Arbeitsschritten bearbeitet und zum Schluss als genetischer Fingerabdruck sichtbar gemacht. Damit konnte der wahre Täter zweifelsfrei überführt werden. Die zuvor im Unterricht erarbeiteten theoretischen Inhalte der Unterrichtseinheit Molekulargenetik konnten hier im Labor selbstständig von der Klasse durchgeführt werden.

„Die Experimente zum genetischen Fingerabdruck sind eine ideale praktische Vertiefung des anspruchsvollen Lehrstoffes“ freut sich Marion Neugebauer, die Biologie-Lehrerin des Berufskollegs, am Ende eines intensiven Labortages, an dem alle stolz auf ihre durchweg richtigen Ergebnisse blicken.

Infos zu den Schularten der Gewerbeschule Bad Säckingen gibt es im Sekretariat (Telefon 07761/56 09 20, E-Mail: info@gwsbs.schule.bwl.de). Für das kommende Schuljahr sind in einigen Klassen noch Plätze frei.

 

[Quelle: www.suedkurier.de]

Das Können ist dasselbe

Berufsfachschüler besuchen Partnerschule in Frankreich.

Der Hubwagen wird unter Aufsicht der Schüler verladen. Foto: Gewerbeschule

BAD SÄCKINGEN (BZ). Schülerinnen und Schüler der Ein- und Zweijährigen Berufsfachschulen (BFS) der Gewerbeschule Bad Säckingen erlebten fünf abwechslungsreiche Tage bei ihrer Partnerschule in Châtillon-sur-Chalaronne. Mit zwei Schülerinnen und zehn Schülern brachen die Lehrer Inga Göring, Boris Huckle, Werner Tröndle und Gregor Schütter in Richtung Lyon auf.

Mit dem Ziel, sich eine erste Meinung über Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer beruflichen Schule in Frankreich zu bilden, begann der erste Nachmittag mit einem kurzen Schulrundgang im Lycée Georges Charpak, der ganz neue und ungewohnte Einblicke bot.

Die Schüler der Partnerschule beschäftigen sich sowohl mit der Reparatur und Instandhaltung von Landmaschinen und öffentlichen Nutzfahrzeugen als auch von Zweitaktmotoren für den Gartenbau. Außerdem stellen sie geschmiedete Bauteile selbst her. Deshalb waren die Schüler schon alleine durch die Größe der Werkstätten, in der sie gemeinsam arbeiten durften, und deren Ausstattung beeindruckt.

Alle Teilnehmer vor dem Eingang der Beruflichen Schule für Weinanbau. Foto: Gewerbeschule

Die französischen Begleitlehrer Stéphanie Gillet, Emanuelle Guillet und Michel Robinot entwarfen ein Wochenprogramm, das sowohl kulturelle Programmpunkte als auch gemeinschaftliche Abendprogramme integrierte. Besucht wurden unter anderem die Fondation Berliet, das Musée de la Miniature et des Décors des Films in Lyon und eine berufliche Schule für Weinbau im Beaujolais mit anschließender Weinprobe. Besonders gefallen haben den Teilnehmern das Oldtimermuseum Berliet und das Filmmuseum. Den krönenden Abschluss bildete der Besuch von Bourg-en-Bresse, welcher bei einer Stadtrallye durch die malerische Altstadt auf Französisch und Deutsch auf reges Interesse stieß.

Laut der Schulverwaltung sei der Austausch besonders bemerkenswert, weil es nicht um die Anwendung der jeweiligen Landessprache geht, sondern um eine grenzüberschreitende Kooperation, die zu Offenheit und Abbau von Vorurteilen erziehen sowie den Horizont einer anderen Kultur gegenüber erweitern soll – zum Beispiel durch den Genuss von regionalen Spezialitäten. Außerdem sollte bei diesem Besuch das gemeinsame Arbeiten an einem hydraulischen Hubwagen im Mittelpunkt stehen, das gleiche Fertigkeiten und Fertigungsverfahren diesseits und jenseits der Grenze erfordert. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Als die Schüler nach fünf Tagen erschöpft, aber mit vielen Eindrücken aus Châtillon-sur-Chalaronne zurückkehrten, war der Gruppenzusammenhalt nach Angaben der Verantwortlichen gestärkt. Auch eine freundschaftliche Beziehung zu den französischen Austauschschülern sei entstanden.