2014

Erlebnisreiche Studienfahrt der 2TO1 nach Paris

Die Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der zweijährigen Technischen Oberschule (2TO) der Gewerbeschule Bad Säckingen erlebten abwechslungsreiche Tage in Paris. Bild: Privat

BAD SÄCKINGEN - Paris. Anlässlich des Französischunterrichts fand erneut die jährliche Parisreise der Technischen Oberschule der Gewerbeschule Bad Säckingen statt. Der Auslandsaufenthalt diente nicht nur der Förderung der Fremdsprache, sondern auch der kulturell-geschichtlichen Weiterbildung.

Am Montagmorgen trafen sich alle Teilnehmer am Bahnhof Basel SBB, um ihre Reise mit dem TGV nach Paris anzutreten. Bei Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h war alleine die Fahrt ein Erlebnis. Um die Zeit voll ausnutzen zu können, besuchten sie noch am ersten Tag geschichtsträchtige Orte wie den Place de la Bastille und beeindruckende Gebäude wie die Kirche Sacré-Coeur.

Nach der Übernachtung und Frühstück in einem kleinen Hotel im Herzen der Stadt, führten sie am zweiten Tag ihre Entdeckungstour fort. Besichtigt wurden der Louvre, der Place de la Concorde, die Champs- Elysées, sowie der Arc de Triomphe und zu guter letzt natürlich das Wahrzeichen der Stadt: der Eiffelturm. Zu jeder dieser Sehenswürdigkeiten wurde von einem Schüler ein zuvor vorbereiteter Vortrag gehalten, um über deren Eckdaten und geschichtlichen Hintergrund zu informieren.

Am folgenden Tag starteten sie die Besichtigungstour im Stadtviertel La Défense, wo der moderne Triumphbogen Grande Arche die historische Achse vollendet. Weiterhin standen sowohl der Invalidendom, gekennzeichnet durch seine goldene Kuppel, Notre Dame, die sich auf der Ile de la Cité befindet, als auch das Centre George Pompidou, dessen industrielle Architektur nicht jedermanns Geschmack trifft, auf dem Programm.

Am vierten Tag hatten die Schülerinnen und Schüler mehr Freizeit um ihren eigenen Interessen nachzugehen als erwartet, nachdem der Besuch des Schlosses Versailles aufgrund eines Streiks recht kurz ausfiel. Nichtsdestotrotz war dessen Anblick atemberaubend, auch wenn er sich ihnen nur durch geschlossene Tore bot.

Mit neuen wertvollen Eindrücken und Erfahrungen fuhren sie am letzten Tag müde vom Gare de Lyon in nur 3 Stunden nach Basel zurück. In einem Punkt waren sich alle Schülerinnen und Schüler nach Ankunft zuhause einig: "Es wäre weniger anstrengend gewesen, wenn die Wege von Sehenswürdigkeit A nach B mit der Metro zurückgelegt worden wären." Zusammenfassend betrachtet war es jedoch für jeden von ihnen ein unvergessliches und bereicherndes Erlebnis.

 

Abi 2014: Starke Gemeinschaft feiert Abschluss

Die 17 Abiturienten der Technischen Oberschule Bad Säckingen, mit den Lehrern Lothar Brunner (Zweiter von rechts) und Nurmi Riegel (Fünfter von links). Foto: michael gottstein

BAD SÄCKINGEN. "Respekt und Anerkennung" hat Klassenlehrer Nurmi Riegel den Abiturienten der Technischen Oberschule Bad Säckingen bei deren Abschlussfeier am Mittwochabend gezollt. Der achte Abiturjahrgang sei "der erste, bei dem es keine Problemfälle gab". Nicht nur, dass alle 17 Kandidaten die Prüfungen bestanden hätten, es sei auch niemand im Verlauf der zwei Schuljahre ausgestiegen.

Mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,6 erhielten Simon Kramm und Quoc An Ha einen Preis, und ein Lob ging an Christian Kaiser (1,9) und Kay-Uwe Kutschki (2,0). Der Sonderpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wurde auf Vorschlag der Schule an Quoc An Ha vergeben. Der Mathematiklehrer Riegel verriet, dass die Schüler bei der Vorbereitung nicht immer verbissenen Ehrgeiz an den Tag gelegt hätten, das Abitur aber "mehr als gut" verlaufen sei.

Die Prüflinge konnten sich im Vergleich zu ihren Einreichungsnoten verbessern, und das Gesamtergebnis fiel besser aus als an der Technischen Oberschule Freiburg. Auch Simon Kramm bestätigte, dass man "zwei schöne, erfolgreiche und wertvolle Jahre" auf der Schule verbracht habe. Man habe "eine starke Gemeinschaft" gebildet, sich auch außerhalb der Schule getroffen und zwei Klassenfahrten nach Paris und Hamburg unternommen. Er dankte den Lehrern für die Prüfungsvorbereitung und hoffte, "dass wir in guter Erinnerung bleiben".

Schulleiter Adalbert Hahn bescheinigte den jungen Leuten, dass sie mit der Kombination von Berufsausbildung und höchstem Schulabschluss das optimale Rüstzeug für ihr Weiterkommen und auch bessere Voraussetzungen als diejenigen hätten, die "nur" das Abitur vorweisen könnten. "Machen Sie etwas daraus, übernehmen Sie Verantwortung und bleiben Sie bereit, Neues zu lernen."

Auf der Technischen Oberschule können junge Menschen in zwei Jahren ihre Hochschulreife erwerben, sofern sie über eine Berufsausbildung und eine gute mittlere Reife verfügen. In Bad Säckingen ist es auch möglich, nach Hauptschulabschluss und Lehre die mittlere Reife nachzuholen und dann das Abitur zu machen. Die 21- bis 26-jährigen Abiturienten haben Berufe wie Schreiner, Steinmetz, Elektroniker, Verfahrensmechaniker, biologisch-technische Assistentin, Krankenpfleger, Friseur und Chemie- und Pharmatechnologe gelernt. "Mit einem Haupt- oder Realschulabschluss stehen einem jungen Menschen alle Bildungswege bis zur Universität offen – man muss also nicht alle Kinder aufs Gymnasium schicken", erklärte Schulleiter Hahn.

Die 17 Abiturienten: Simon Kramm und Quoc An Ha (Preise), Christian Kaiser und Kay-Uwe Kutschki (Lob) sowie Lucas Bühler, Nico Facciorusso, Stefan Faller, Philipp Halbritter, Fabian Meroth, Marvin Schmidt, Matthias Schneider, Oliver Schröder, Carina Schröger, Benjamin Stolzenburg, Robin Vespermann, Corina Wehrle und Mario Winkler.

Alle in einem Boot am Thimos

Stolz auf die Fortschritte bei den Renovierungsarbeiten beim Grillplatz im Thimos sind Ortsvorsteherin Angelika Eckert (Mitte) und die Schüler der Maurerklasse der Gewerbeschule Bad Säckingen. Foto: Reinhard Herbrig

MURG-OBERHOF (herb). Dank der Initiative des Oberhofer Ortschaftsrats um Ortsvorsteherin Angelika Eckert wird der Grillplatz am Thimos renoviert. Die Idee, dafür die Gewerbeschule Bad Säckingen mit ins Boot zu holen, hatten die beiden Ortschaftsräte Ursula Rünzi und Frank Zeiser als Projektleiter. Angeleitet von Lehrer Werner Intlekofer, arbeitet die Maurerklasse, die sich mit 21 Schülern im zweiten Ausbildungsjahr befindet, in zwei Gruppen jeden Dienstag und Donnerstag daran, den arg heruntergekommenen Oberhofer Grillplatz wieder auf Vordermann zu bringen:.

So wurden der ganze Platz mit Mineralsplitt versehen, eine neue Thimoseiche gepflanzt, die später für Schatten sorgen soll, massive Bänke und Tische aus vorgefertigten Betonstützen und dicken Holzplatten fest installiert, eine freie Feuerstelle und ein gemauerter, verstellbarer Grill gebaut. Den hatte ein Helfer angefertigt, die Gemeinde trägt die Materialkosten. Massive Steinbänke umsäumen den Grillplatz, von denen man einen herrlichen Ausblick ins Tal hat. Von Anfang an wurde das Projekt vom Bauhof der Gemeinde Murg unter der Leitung von Michael Thomann aktiv unterstützt.

Drei Skulpturen, von Holger Rübsam ("Rübe") aus Rheinfelden aus den Tannen geschnitzt, die gefällt werden mussten, zieren den neuen Grillplatz, ebenso Spielgeräte aus Holz, so dass Margit Schwarz, die am Donnerstag mit ihrem Hund vorbeikam, den neuen Platz toll fand – und hofft, dass er nicht gleich wieder demoliert wird, wie dies mit dem alten Grillplatz geschehen ist.

Die Kosten für die Renovierung liegen bei 20 000 Euro, die zur Hälfte über die Flurneuordnung bezuschusst werden, während die andere Hälfte die Gemeinde schultern muss. Sowohl Bürgermeister Adrian Schmidle als auch Forstbezirksleiter Hans Mehlin sind von dem Projekt überzeugt und finden gerade die Idee, die Gewerbeschule einzubeziehen, nachahmenswert. Lehrer Intlekofer schätzt, dass die Arbeiten in zwei Wochen abgeschlossen sein werden und danach die Einweihung stattfinden kann.

Größere Gruppen können, wenn sie den Grillplatz reservieren lassen, auch die über der Straße liegende Hütte der Forstverwaltung anmieten.

Schüler bei der Friseurmesse

Besuch der Friseurmesse „Hair and Beauty“ 2014

Bad Säckingen - Fast 60 000 Besucher aus aller Welt lockte die Friseurmesse „Hair and Beauty“ nach Frankfurt – mit von der Partie war dieses Mal auch die einjährige Friseurklasse 1BFK der Gewerbeschule Bad Säckingen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Die Schüler waren begeistert von der Vielfalt: Workshops, Shows und Informationsstände zu allen erdenklichen Themen rund um die Schönheit.

Besonderer Höhepunkt war dabei die Friseurweltmeisterschaft. Ein Titel ging sogar in die direkte Nachbarschaft, Marc Blumenauer aus Lörrach gewann mit dem Junioren-Team. Inspiration und Ansporn für die Nachwuchsfriseure aus Bad Säckingen. Auf ihrem zweitägigen Ausflug erlebten die Schüler die exotische Friseurwelt hautnah, indem sie etwa auch selbst Modell saßen. Sie ließen sich frisieren, schminken und beraten. Dabei ließ sich auch so mancher Trick abschauen. Aus Sicht der Schüler ist jedenfalls klar: „Das waren die aufregendsten Tage im Schuljahr: Informativ, lustig und ganz schön anstrengend.“ Wer sich für die verschiedenen Schularten der Gewerbeschule Bad Säckingen interessiert, kann sich im Sekretariat melden (Telefonnummer: 07761/56 09 20, Mail: info@gwsbs.schule.bwl.de). Es sind unter anderem in der Einjährigen Berufsfachschule für Friseure noch einige Plätze frei.

Aus Siebenbürgen in den Schwarzwald

Meda Pop aus Rumänien im Gespräch mit Maren Buntz, die an der Gewerbeschule Bad Säckingen unterrichtet.

Bad Säckingen ist eine Kurstadt mit rund 17.000 Einwohnern im südlichsten Zipfel Baden-Württembergs – direkt an der Schweizer Grenze. An die Gewerbeschule des Ortes kommen täglich rund 600 Schülerinnen und Schüler. Die 45 Lehrkräfte sind aufgeschlossen und stets interessiert an neuen Impulsen. Die stellvertretende Schulleiterin, Marion Neugebauer, engagiert sich für Studienaufenthalte von Lehrkräften an der Schule – speziell von Deutschlehrkräften aus mittel- und osteuropäischen Ländern. Nachdem 2012 ein Kollege aus Albanien zu Gast war, kam im Jahr darauf Meda Pop aus Rumänien nach Bad Säckingen.

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Für die Kolleginnen und Kollegen sind vor allem Stundenbesprechungen eine reiche Inspirationsquelle. Die Methodik und Didaktik wurde unter dem Blickwinkel der Hospitanten immer kontrovers diskutiert. Viele nutzten die Gelegenheit und probierten neue Stundenentwürfe oder Team-Teaching zusammen mit den Hospitanten aus. Infolgedessen hat so manch neue Methode an unserer Schule Einzug gehalten.

Meda Pop aus Rumänien war drei Wochen in Bad Säckingen. »Viel zu schnell ist die Zeit vergangen «, sagt die 31-Jährige, die aus Sighisoara kommt, einer Stadt mit etwas mehr als 32.000 Einwohnern in Siebenbürgen. Ihre Muttersprache ist Rumänisch. Deutsch lernte sie am angesehenen, traditionsreichen Joseph Haltrich Lyzeum, einer Schule, die bereits im Jahre 1522 gegründet wurde. Diese Institution umfasst von der Grundschule bis zum Abitur alle Ausbildungsstufen. Die Unterrichtssprache in sämtlichen Fächern ist Deutsch, das Abitur wird in Deutsch abgelegt und wird an deutschen Universitäten anerkannt. Neben dem Unterricht in Deutsch gibt es in den Klassen 11 und 12 auch rumänische Klassen. Meda Pop ist als Deutschlehrerin an diese Schule zurückgekehrt, die sie schon als Schülerin besucht hat, und unterrichtet in der Oberstufe die Klassen 10 bis 12. Sie liebt ihren Beruf. Am besten gefällt ihr der Unterrichtsstoff, wenn sie Goethes »Faust« mit ihren Schülerinnen und Schülern bearbeitet. Sie sei ein großer »Fan« dieses Stückes der Weltliteratur. Wenige Tage vor ihrer Abreise führten wir mit Meda Pop ein Gespräch über ihre Eindrücke und Erfahrungen.

Meda Pop war nicht zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum. Sie begleitete bereits mehrfach Klassen zum Schüleraustausch nach Mölln und pflegt eine weitere Partnerschaft mit einem Gymnasium in Schaffhausen in der Schweiz. Vielleicht kommt bald eine Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule hinzu. Erste Projektideen wurden schon im Kollegium ausgetauscht.

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