2014

Der erste Schritt in Richtung Beruf

BAD SÄCKINGEN. Ein Jahr Schule mit einem Tag Praktikum pro Woche haben sie nun hinter sich. 15 Maler, zwölf Friseure, elf Metaller und zwölf Schreiner werden im Herbst mit einer Berufsausbildung beginnen können.

In den Bereichen Körperpflege, Metalltechnik Holztechnik und Farbtechnik haben die angehenden Azubis die einjährige Berufsfachschule an der Bad Säckinger Gewerbeschule absolviert. Aus den Händen ihrer Klassenlehrer nahmen sie am Montag ihre Zeugnisse entgegen.

Sie freue sich gemeinsam mit ihren Schülern, "die Früchte eines harten, intensiven, lustigen und lehrreichen Schuljahres" ernten zu können, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Marion Neugebauer im Rahmen der Entlassfeier. "Was wird kommen, wie wird es mir ergehen?" Dies seien die ganz üblichen, auf verständlichen Ängsten basierenden Fragen, die sich jungen Menschen beim Sprung ins Berufsleben stellten. Neugebauer wusste ihren scheidenden Schülern aber Mut zuzusprechen: "Ein guter Handwerker, der gute Arbeit leistet, hat immer viele Möglichkeiten", beruhigte die stellvertretende Schulleiterin ihre Schüler.

Besonders entspannt können diejenigen Schülerinnen und Schüler in die Zukunft blicken, die durch überdurchschnittliche schulische Leistungen auf sich aufmerksam machen konnten.

Lehrer und Schüler nach bestandener Prüfung an der einjährigen Berufsfachschule (von links): Marion Neugebauer, Benjamin Gauggel, Christine Wurche, Shila Heinemann, Enya Parisi, Noemi Coletti, Lorena Zipfel, Lars Handwerker, Nelly Weber und Rafael Hemmer Foto: Hrvoje Miloslavic
 
 

Zwei Schülerinnen erhalten je einen Preis:

Bevor die Klassenlehrer Christine Wurche, Nelly Weber und Rafael Hemmer zur Zeugnisausgabe schritten, konnte Neugebauer zwei Schülerinnen mit einem Preis (Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,6) und acht Schüler mit einem Lob (Notendurchschnitt zwischen 1,6 und 2,3) auszeichnen. Den Notendurchschnitt 1,6 erreichten Lorena Zipfel und Jennifer Schneider. Shila Heinemann (1,9), Parisi Enya (1,9), Marvin Retezki (2,0), Banjamin Gauggel (2,0), Jessica Günther (2,1), Lars Handwerker (2,1), Noemi Coletti (2,3) und Thomas Studinger (2,3).

"Der erste Schritt ist mit der einjährigen Berufsfachschule getan", betonte Neugebauer abschließend. Zu danken sei neben den Praktikumsbetrieben vor allem den Lehrerinnen und Lehrer n an der Gewerbeschule, die die Schüler begleitet hätten, so Neugebauer.

Bereichert wurde die Entlassfeier durch den Auftritt von Benjamin Gauggel, der mit Gesangs- und Tanzeinlage im Stile des große Michael Jackson für Unterhaltung sorgte.

Gewerbeschüler spenden

Foto: Hrvoje Miloslavic

FREUEN konnten sich (von links) Jessica Scherer, Natalie Amico, Nicola Rizzolo, Ines Bauernfeind und Jessica Witkowiak über Spenden der Schülermitverwaltung der Gewerbeschule Bad Säckingen. Übergeben wurden die Schecks in Höhe von je 300 Euro an das Haus Helene Doll in Murg und die Rolli Raudis der Lebenshilfe Südschwarzwald durch SMV-Vertreterin Katharina Behringer (rechts). (FOTO: HRVOJE MILOSLAVIC)

Pauken war gestern – Schulzeugnisse für Azubis

BAD SÄCKINGEN. Ihren Gesellenbrief haben zwar noch nicht alle in der Tasche. Den schulischen Teil ihrer Prüfung haben sie aber bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Die Rede ist von 66 Auszubildenden – Friseuren, Schreinern, Zimmerleuten, Malern und Industriemechanikern -, die am Montag in der Gewerbeschule nach bestandener Prüfung ihre Berufsschulzeugnisse erhalten haben.

"Handwerk hat goldenen Boden", erinnerte die stellvertretende Schulleiterin, Marion Neugebauer, am Montag im Rahmen der Entlassfeier. Ein guter Handwerker habe heute "deutlich bessere Chancen" auf dem Arbeitsmarkt als ein mittelmäßiger Akademiker, sagte sie. Neugebauer drückte ihr hohe Wertschätzung für das Handwerk aus, die dieses gerade in Zeiten des Fachkräftemangels genieße. Der Dank der stellvertretenden Schulleiterin ging auch an das Kollegium. Gemeinsam mit den Ausbildern im Betrieb hätten sie den "Grundstein dafür gelegt, dass hier 66 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen in das Berufsleben entlassen werden", so die stellvertretende Schulleiterin.

Die Berufsschulabgänger mit besonders guten Leistungen (von links): Patrick Christian, Magdalena Rossol, Tobias Maier, Pascal Ruch, Patrick Ebner, Daniel Gänswein, Alexandra Remeijsen und Jessica Carbone Foto: Hrvoje Miloslavic

Beim diesjährigen Abschlussjahrgang galt es, die herausragenden schulischen Leistungen einiger Absolventen anzuerkennen. Ein Lob für einen Notendurchschnitt zwischen 1,6 und 2,3 erhielten Jessica Carbone, Tobias Maier, Steffen Hufenus (2,1), Alexandra Remeijsen, Magdalena Rossol, Yassin Mansourani (2,0) sowie Christen Patrick (1,8) von der Sonderberufsschule. Einen Preis erhielten Daniel Gänswein (1,6) sowie Patrick Ebner und Pascaol Ruch (1,5).

Im Rahmen der Entlassfeier übergab Katharina Behringer, Vertreterin der SMV, zwei Schecks in Höhe von 300 Euro an ehrenamtliche Einrichtungen (siehe Artikel).

Kreativ und sicher mit dem Kamm

Kunstvoll: Die Friseurgesellinnen Sandra Assisi und Nadja Addorno (hinten von links) haben ihre Modelle Jenny Gillio und Melanie Virgadamo (vorne von links) mit Hochsteckfrisuren ausgehfein gemacht. Foto: Marion Rank

BAD SÄCKINGEN. Der Friseurberuf ist ein höchst kreativer Beruf. Das bewiesen 16 junge Talente bei der Präsentation ihrer Gesellenstücke in der Aula der Gewerbeschule in Bad Säckingen. 15 junge Damen und ein junger Mann hatten ihre weiblichen Modelle von Kopf bis Fuß passend zu ihrem Motto in der Modulprüfung gestylt. Vorgabe war, dass Make-up und Kleidung zum Gesamterscheinungsbild passen sollten, entsprechend dem gewählten Thema und dem Modelltyp.

Die Schulprüfung hatten die 16 angehenden Friseurgesellen geschafft, nun mussten sie mit ihren Präsentationen überzeugen. Klassenlehrer Dennis Littich, Mitglied der Prüfungskommission, war stolz auf die 16 Prüflinge: "Die Ergebnisse, die heute präsentiert wurden, können sich sehen lassen". Er lobte auch die Ausbildungsbetriebe, denn "gut ausgebildete Azubis sind die beste Werbung".

Jutta Rüd, Obermeisterin der Friseur- und Kosmetikinnung Bad Säckingen-Waldshut, freute sich: "Dass alle so kreative Sachen gemacht haben, macht Spaß." Roland Arendt, der Prüfungsvorsitzende der Friseurinnung Bad Säckingen-Waldshut, erklärte: "Wissen ist Macht und mächtig tolle Sachen haben wir gesehen". Roland Arendt freute sich, dass mit den jungen Menschen "junge, motivierte Friseure auf den Markt kommen, die wir dringend brauchen."

Die jungen Friseure schickten ihre Modelle auf den Red Carpet, zur Rockerparty oder zum Motorradtreffen, machten sie im Dirndl ausgehfein fürs Oktoberfest oder stylten sie für den Maskenball. Flippig waren auch die Ideen zu Rockstar und Punkerin. Von der Frisur übers Make-up, bis zum Outfit passend zum Motto stimmte alles.

Acht Friseure punkteten mit der perfekten Haarcoloration wie zum Beispiel Ombre, einer sehr schwierigen Farbtechnik, die an Friseurgesellen sehr hohe Anforderungen stellt. Stefanie König überzeugte dabei mit ihrer anspruchsvollen Arbeit: In nicht mal zwei Stunden hatte sie ihr Modell in eine Punkerin verwandelt, jede Seite des Kopfes anders gestylt. Acht Friseure hatten sich für festliche Hochsteckfrisuren entschieden, die als Gesamtbild mit den gewählten eleganten Kleidern die jeweilige Trägerinnen ballfein machten.

Auf dem Sprungbrett ins Berufsleben

BAD SÄCKINGEN. "Ihr seid jetzt auf dem Sprungbrett in einen neuen Lebensabschnitt." Mit diesen Worten gratulierte die stellvertretende Schulleiterin der Gewerbeschule Bad Säckingen, Marion Neugebauer, den 44 Absolventinnen und Absolventen des einjährigen Berufskollegs zum Erlangen der Fachhochschulreife.

Die Fachhochschulreife in der Tasche: In der hinteren Reihe die Absolventen mit Lob; vorne die Absolventen mit Ehrenurkunde des Umweltkonventes. Foto: Gewerbeschule

Beim Austeilen der Zeugnisse wurde gleichzeitig Patrick Budde aus Waldshut für den Notendurchschnitt von 1,6 mit einem Preis geehrt. Außerdem erhielt er den Mathematikpreis. Der Physikpreis ging an Mario Rüd und Kai Micklisch aus Waldshut. Zehn Schülerinnen und Schüler wurde für das Erreichen eines Notendurchschnitts von 1,8 bis 2,3 ein Lob erteilt.

Die Leiter auf den Sprungturm haben die Schüler nicht erst mit dem Besuch des Berufskollegs erklommen. Vorher hatten sie die Mittlere Reife und eine Berufsausbildung geschafft. Nach Erlangen der Fachhochschulreife steht es den Schülerinnen und Schülern nun offen, ob sie studieren wollen oder sich sonst weiter entwickeln. "Geht euren Weg, habt den Mut zu träumen und arbeitet für Eure Träume. Bleibt neugierig auf die Herausforderungen, die das Leben bietet und taucht wieder nach oben, wenn es euch mal runterziehen." Mit diesen Worten schloss Neugebauer ihre guten Wünsche an die Absolventen ab. Auch die Lehrer Irene Obernauer-Schührer und Rainer Keppler gaben ihren Schützlingen gute Ratschlägen für die Zukunft. Zusätzlich erinnerten sie sie an besondere Ereignisse des gemeinsamen Schuljahres. Bei der Abschlussfeier wurden gleichzeitig neun Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement in Verbindung mit der Europäischen Umweltstiftung von Franziska Pankow, der Pressesprecherin der European Environment Foundation, ausgezeichnet.

Natürlich durfte der Dank der Schülerinnen und Schüler der drei Abschlussklassen nicht fehlen, den Hanna Schulze charmant den 15 Lehrkräften aussprach.

Schüler mit Lob: Marian Bohm, Johannes Groß, Julian Schmidt, Thomas Schöneck, Laura Pohl, Philipp Thomann, Max Waßmer, Patrick Budde, Mario Rüd und Felix Zölle.
Teilnehmer am Umweltkonvent: Manuel Ebner, Daniel Waßmer, Carmen Daniels, Fabian Ernst, Darija Lazarevic, Sylvan Lütte, Sara Mangianacina, Amnpreel Singh und Murat Yegit.