Projekt Holztechnik 2025: 1.) Herstellung der Transportkiste für einen Großbildschirm
Von Seiten der angehenden Schreiner: innen betrachtet ...
Wie jedes gelungene Möbelstück beginnt das Projekt mit der Planung. Wie groß soll die Transportkiste werden? Wie setzt man die Funktion am effektivsten um, welche Verbindungsmittel sorgen für Stabilität und welches Holz oder gar Plattenwerkstoff ist am geeignetsten?
Mit einem ausgeklügelten Plan im Kopf und dem Meter in der Tasche geht es zur Plattensäge um die Buchen- Multiplex Platten für den Korpus zurechtzuschneiden. Die Multiplexplatten sind ein guter Kompromiss von Stabilität durch die quer zueinander verleimten Furnierschichten und Funktion, da Buche als gut bearbeitbar gilt. Für den Deckel und Boden wird eine Ahorn- Multiplexplatte verwendet.
Das Einfräsen von zwei umlaufenden Nuten in der oberen und unteren Korpus Innenseite ermöglicht es den Boden im Korpus unsichtbar zu verleimen und den Deckel auf einer verkürzten Seite herausschieben zu können. In den kurzen Korpus-Innenseiten und dem Hirnholz der langen Korpus Seiten werden Dübellöcher eingefräst und der Korpus mit dem eingebauten Boden anschließend verleimt.
Während der Leim trocknet müssen die Kanten des Deckels leicht angeschliffen, gebrochen und mit Kernseife eingerieben sein damit sich der Deckel gut schließen und öffnen lässt. Ist der Leim getrocknet kann mit den Verputzarbeiten begonnen werden: Kanten brechen, Flächen schleifen, Leimreste entfernen und die Griffleiste des Deckels montieren.
Um einen bruchsicheren Innenraum für den Großbildschirm zu gestalten wird dieser mit Dämm-Material isoliert. Nachdem seitlich Griffe für einen komfortableren Transport und Kantenschoner montiert werden, ist die funktionale Transportkiste auch schon fertig für die Verstauung und Benutzung.
Video: Jahresprojekt Holztechnik 2025: Transportkiste
2.) Siegerpodeste für den Trompeterlauf
Die andere Gruppe der Fachschüler hat neue Siegerpodeste für den Trompeterlauf angefertigt. Die Organisatoren hatten sich mit diesem Anliegen an den Fachlehrer Robert Waßmer gewendet. Sie hatten konkrete Wünsche, etwa, dass die Podeste ineinander stapelbar sein sollen.
Die Fachschüler beherzigten diese und ließen auch praktikable Verbesserungen mit einfließen. Herausgekommen sind drei wetter- und rutschfeste Podeste in geschwungener Optik. Auswechselbare Vorrichtungen ermöglichen das Anbringen von Sponsoren-Logos.
Die Schüler dürften damit ein langlebiges Abschlussprojekt geschaffen haben. Organisator Felix Kromer zeigte sich vom Können der Schüler nach der Projektvorstellung überzeugt: „Ihr habt einiges berücksichtigt, was uns erst mal nicht in den Sinn gekommen ist.“