Schüler der Gewerbeschule ist Zweitplazierter des Kunstprojekts "Bad Säckingen soll bunter werden".

Beim Skizzen für eine farbenfrohe Stadt.

Friederike Brenke (links) und Friederike Kouremetis vor einigen der Zeichnungen, von denen mindestens drei die grauen Kästen in der Stadt verschönern sollen.
Foto: Marion Rank

BAD SÄCKINGEN. Grau, hässlich, unförmig – zu Tausenden stehen sie am Straßenrand. In Deutschland sind es rund 465 000. Zur Verschönerung des Stadtbildes tragen sie nicht gerade bei. Die Rede ist von den grauen, schmucklosen Kästen, die teils für Ampelschaltungen, für die Deutsche Post als Zwischenlager oder von den Kabelnetzbetreibern als Verstärker aufgestellt werden. Telefongesellschaften, unter anderem der Telekom, gehören die größten und wuchtigsten dieser grauen Kästen.

SPD-Stadträtin Friederike Brenke und Friederike Kouremetis, die Vorsitzende des Bad Säckinger Jugendparlaments, riefen im Mai zum zeichnerischen Kampf gegen die "Schandflecken in der Landschaft" auf. Das Projekt firmierte unter dem Namen "Bad Säckingen soll bunter werden". Rund 40 Skizzen wurden eingereicht, sagen Brenke und Kouremetis. Als Jury sei ihnen die Auswahl der drei Siegerzeichnungen "schwer gefallen". Sie hoffen nun darauf, "dass die Telekom weitere Skizzen zur Verschönerung ihrer Kästen verwenden wird." Vorerst sollen aber, in Absprache mit der Telekom, bis spätestens zum Jahresende hin die Siegerskizzen drei Multifunktionskästen in Bad Säckingen verschönern und zwar an "exponierter Stelle", erzählen Friederike Brenke und Friederike Kouremetis.

Sieger Jürgen Schmid aus Bad Säckingen darf mit seinem Motiv den grauen Kasten zwischen der Klinik Marienhaus und der Bäckerei Pfeiffer Beck verschönern. Friederike Brenke und Friederike Kouremetis sind sich einig über die Wirkung der Zeichnung: "Das Mediterrane – ein richtiger Blickfang, der zum Verweilen lädt". Für das Graffiti-Motiv des zweitplatzierten Künstlers Connor Gerspach, aus der Gewerbeschule in Bad Säckingen, steht der Standort noch nicht fest. Dritter wurde der junge Flüchtling Maher Ramadan, der an einem Kunstprojekt des Vereins Refugees Integrated teilnimmt, in der Kunstgruppe des Kinder- und Jugendhauses. Sein "Pharao" soll in gelber Dispersionsfarbe einen grauen Kasten erstrahlen lassen. "Das Schöne ist die bunte Mischung an Skizzen, wie auch die bunte Vielfalt der Leute, die diese eingereicht hat", sagen Brenke und Kouremetis.

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