Letzter Abiturjahrgang an der Gewerbeschule

Feierlicher Abschied der sechs Abiturienten / Einzige Technische Oberschule im Landkreis kämpft mit sinkenden Schülerzahlen.

Freudestrahlende Gesichter bei den Abiturienten der Technischen Oberschule in Bad Säckingen (Bild: GWSBS)
Freudestrahlende Gesichter bei den Abiturienten der Technischen Oberschule in Bad Säckingen (Bild: GWSBS)

BAD SÄCKINGEN. Mit einer Feierstunde verabschiedete die Gewerbeschule Bad Säckingen ihren vorläufig letzten Abiturjahrgang. Die einzige Technische Oberschule im Landkreis werde schon im nächsten Schuljahr keine weitere Klasse bilden können, sagte Schulleiter Raphael Schopp. Der Grund: zu wenige Schüler.

Insgesamt sechs Abiturienten durften sich über ihr Abschlusszeugnis freuen. Zwei Jahre lang mussten die Schüler noch einmal die Schulbank drücken, nachdem sie bereits eine Berufsausbildung absolviert hatten. Damit nutzten sie das Angebot der Technischen Oberschule, die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife nach einer abgeschlossenen dualen Ausbildung zu erwerben.

Seit dem Schuljahr 2005/06 besteht der Bildungsgang in Bad Säckingen, er nimmt bisher einen Einzelstatus am Hochrhein ein. Sinkende Schülerzahlen sind laut Schopp ein Grund dafür, dass dieses Angebot jetzt wegfällt.

Diese Entwicklung habe sich schon in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Der Schulleiter sieht insbesondere eine Änderung des Hochschulgesetzes als ausschlaggebenden Faktor an, was das Absolvieren eines Studiums mit Fachhochschulreife erleichtere. Da dieser Schulabschluss bereits nach einem Jahr zu erlangen sei, verlöre der zweijährige Bildungsweg der Technischen Oberschule an Attraktivität. "Die Schüler wählen den kürzeren Weg", meinte Schopp.

Mit schrumpfenden Klassen habe nicht nur die Technische Oberschule in Bad Säckingen zu kämpfen, auch die beiden anderen Standorte im Regierungspräsidium, Freiburg und Singen, seien betroffen, berichtete Schopp. Die strukturellen Konsequenzen für die Gewerbeschule, würden sich jedoch im Rahmen halten. "Das war abzusehen, von daher können wir das gut über die Bühne bringen", zeigte sich der Schulleiter optimistisch

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