Vielseitiges Angebot kommt prächtig an: 15 000 Besucher strömten dieses Jahr ins Jugendhaus Bad Säckingen

Schüler der Gewerbeschule sorgten für das leibliche Wohl beim Jahresabschlussfest.

Schüler der Gewerbeschule sorgten für das
leibliche Wohl beim Jahresabschlussfest. |Bild: Michael Gottstein

BAD SÄCKINGEN (Michael Gottstein). Viel geboten war im ablaufenden Jahr im Jugendhaus von Bad Säckingen. Insgesamt besuchten 15000 Menschen Veranstaltungen im Alten Gefängnis. "Vor zehn Jahren hatten wird nur etwa die Hälfte, und seit rund fünf Jahren hat sich die Zahl auf diesem hohen Niveau stabilisiert", erklärte der Leiter Peter Knorre beim traditionellen Jahresrückblick, den er mit seiner Kollegin Katja Glaus hielt.

Viel los von Gitarrenunterricht bis zu Boxkursen

Eine wichtige Neuerung betrifft die Öffnungszeiten des Jugendcafés, das nun immer von Mittwoch bis Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr offen steht. Zu den Veranstaltungen zählten Gitarrenunterricht, Musikstunden für Kinder, Gymnastik-, Bewegungs- und Töpferkurse, ferner gab es einen Spieletreff für Erwachsene, Klettern in der Kletterhalle, Tanz- und Boxkurse, ein Malatelier für Kinder, eine Schachgruppe sowie eine Fahrradwerkstatt und den beliebten Nachtsport.

Auch andere Vereine nutzen Räume

Das Jugendhaus veranstaltete Streetsoccer-Turniere, ein Benefizkonzert gegen Rassismus "We love all colours" sowie ein Konzert "Metal in Prison". Das Haus ist auch ein beliebter Treffpunkt für Gruppen wie den türkischen Elternbeirat und den deutsch-russischen Verein Rosinka, der Kindern Russischunterricht erteilt und es geschafft hat, einen prominenten russischen Kinderbuchautor nach Bad Säckingen zu holen. Außerdem bot der Verein "Refugees Integrated" Deutschkurse und Beratungen an.

In der Öffentlichkeit präsentierte sich das Jugendhaus bei den Märchentagen und am Badmattenfest. Das Jugendparlament besuchte den von "Murg im Wandel" organisierten Vortrag Felix Finkbeiners zum Thema "Plant for the Planet", worauf das Jugendhaus sechs Obstbäume pflanzte.

Peter Knorre und Katja Glaus (von rechts) hielten den
traditionellen Jahresrückblick. |Bild: Michael Gottstein

Öffentliche Präsentation ist wichtig

Das Haus beteiligte sich am fairen Stadtfest, sondern schenkt auch fair gehandelten Kaffee aus und verwendet Bälle aus fairem Handel. Und auch bei der Stadtreinigung machten die Jugendlichen mit. Peter Knorre dankte allen Ehrenamtlichen, "ohne die wir das alles gar nicht schaffen würden".

Unfreiwillige Helfer hatte das Haus ebenfalls, denn laut richterlicher Anweisung mussten 17 junge Straftäter – so viele wie noch nie – ihren Arbeitseinsatz im Alten Gefängnis ableisten.

Damit es den Besuchern bei so vielen Zahlen und Fakten nicht langweilig wurde, verband fand zugleich das Jahresabschlussfest statt. Für das leibliche Wohl sorgten Schüler der Gewerbeschule zusammen mit den Lehrerinnen Ursula Zerrer und Christina Bayda.

 

[Quelle: www.suedkurier.de]

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