Kein Mangel an Ausbildungsplätzen - Bad Säckingen

Berufsinformationstag in Bad Säckingen mit 74 Ausstellern aus allen Branchen und vier Infoständen von den Schulen.

BIT 2019 Foto: Badische Zeitung

BAD SÄCKINGEN. Mit 74 Ausstellern aus allen Branchen und vier Ständen der Schulen hatten Jugendliche beim 21. Berufsinformationstag in Bad Säckingen ein breites Informationsangebot. Die Veranstaltung war gut besucht. Carsten Schnell, der Leiter der Hauswirtschaftlichen Schulen, sagte "für das sozialwissenschaftliche Gymnasium haben sich bereits 42 Jugendliche mit Priorität eins angemeldet." Mit den Prioritäten können die Jugendlichen ihre präferierten Lehrgänge markieren.

Carsten Schnell dazu: "Wir haben ein gerechtes Auswahlverfahren, das sich nach den Noten und der Anmeldefrist richtet." Für das BK 1 und das Berufskolleg könne die Anmeldung online abgegeben werden. Für alle anderen Schularten haben sich die Schulen einem einheitlichen Papiermeldeformular angeschlossen, um Doppelanmeldungen entgegenzuwirken.

Das Angebot verteilte sich auf die drei Gebäude der berufsbildenden Schulen. Die Unternehmen nutzen die Veranstaltung, um auf sich als Ausbildungsbetrieb aufmerksam zu machen. So wirbt das Schluchseewerk mit einem Wanted-Flyer im Wildweststil, der den Azubis eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung und eine einjährige Übernahmezeit verspricht. Die Stadt Bad Säckingen war in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Stand vertreten. Die drei Auszubildenden, Ronja Urich aus der Gärtnerei, Jana-Carina Hirsch aus dem Forst und Thekla Valente aus der Verwaltung informierten über die Dauer und die Art der Ausbildung. Wie Bürgermeister Alexander Guhl sagte, besetzt die Stadt auch eine Ausbildungsstelle zur Fachkraft für Abwassertechnik. Die Schwierigkeit bei dieser Lehre sei der Berufsschulunterricht in Stuttgart. Insgesamt fünf Lehrstellen bietet die Stadt Bad Säckingen in diesem Jahr an. Alexander Guhl sagte, "die Ausbildung zum Forstwirt oder zur Forstwirtin ist sehr beliebt, ebenso die der Verwaltungsfachangestellte."

Das Handwerk so der stellvertretende Schulleiter der Gewerbeschule, Ehrfried Mutter, leidet unter einem Mangel an handwerklich begabten Auszubildenden. "Viele Jugendliche merken erst später, dass sie mit den Händen arbeiten möchten", sagt Mutter. Für die Betriebe werde der Kampf um Auszubildende immer härter. Der Berufsinformationstag soll Betrieben helfen, qualifizierte Auszubildende zu finden und den Jugendlichen einen Überblick über ihre Möglichkeiten bieten. Die Ausbildungsmöglichkeiten erstreckten sich vom Brunnenbauer über über Chemikant bis hin zu den Studiengängen. Ehrfried Mutter betonte, "es ist wichtig, dass wir Betriebe aus der Region ansprechen und zum Berufsinformationstag einladen." Alexander Guhl begrüßte das vielfältige Angebot, das von der Polizei über Baubetriebe bis hin zum Studium reicht. Er sagte, "gerade die Weiterbildung nach der Lehre bietet die Möglichkeit, die Praxiserfahrung ins Studium einzubringen." Dies bestätigte die Leiterin der kaufmännischen Schule, Erika Breiling: "Für jeden Jugendlichen finden wir einen Weg, um ihn gut auf das Berufsleben und die Ausbildung vorzubereiten."

Berufsinformationstag: Auch im kommenden Jahr wird es auf dem Campus der berufsbildenden Schulen in Bad Säckingen einen Berufsinformationstag geben. Wer sich weiter informieren oder an den Schulen anmelden möchte, kann das über die Webseite oder telefonisch beim jeweiligen Sekretariat.

Gewerbeschule: http://www.gwsbs.de Telefon 07761/560 920.

Hauswirtschaftliche Schule: http://www.hausw-schule-badsaeckingen.de Telefon 07761/560 960.

Kaufmännische Schule: http://www.rudolfeberle-schule.de Telefon 07761/560 950.

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