Ein Jugendtreff unterm Pilz

Ein klassischer Jugendtreff ist der Pilz seit Langem. Das Quellenhäuschen war in die Jahre gekommen, das einstige Trinkbecken war zum wohl größten Aschenbecher der Stadt verkommen. Schon etwas trostlos wirkte das Ensemble auf Jung und Alt – Renovierung und Umgestaltung wurden zu einer Herzensangelegenheit. Seit 2019 bemühen sich Jugendliche und junge Erwachsene um eine Neugestaltung. Im Jugendparlament war das Thema Renovierung gut aufgehoben. Es folgten Planungstreffen, Absprachen mit den Jugendlichen und ab 2020 erste Treffen mit dem Bauamt und Bürgermeister Alexander Guhl. Die Signale standen auf Grün, Guhl sicherte seine Unterstützung zu. Die Pläne für die neue optische Gestaltung sollten in den Händen der Jugendlichen bleiben. 30 Vorschläge gingen beim Jugendparlament ein.

Manches davon steht bereits. In Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule und Förster Gabriel Hieke wurden Holzquader als Sitzgelegenheit unter dem Vordach aufgestellt. Auch der Trinkwasserspender steht. Ein Brunnen im herkömmlicher Sicht ist er jedoch nicht. Nur auf Knopfdruck fließt das Wasser und alle halbe Stunde wird die Leitung automatisch gereinigt. "Der alte Zweck ist damit wiederbelebt", sagte Blert Dermaku vom alten Jugendparlament. Vom städtischen Bauhof sollen noch neue Müllbehälter und zwei Aschenbecher aufgebaut werden. Das neue Quellenhäuschen sei gelungen und ein erfolgreiches Jugendprojekt, lobt Bürgermeister Guhl. Die teure Instandsetzung des Innenraumes muss jedoch noch einige Jahre warten.

https://www.badische-zeitung.de/ein-jugendtreff-unterm-pilz--203715233.html

Zurück