Das Können ist dasselbe

Berufsfachschüler besuchen Partnerschule in Frankreich.

Der Hubwagen wird unter Aufsicht der Schüler verladen. Foto: Gewerbeschule

BAD SÄCKINGEN (BZ). Schülerinnen und Schüler der Ein- und Zweijährigen Berufsfachschulen (BFS) der Gewerbeschule Bad Säckingen erlebten fünf abwechslungsreiche Tage bei ihrer Partnerschule in Châtillon-sur-Chalaronne. Mit zwei Schülerinnen und zehn Schülern brachen die Lehrer Inga Göring, Boris Huckle, Werner Tröndle und Gregor Schütter in Richtung Lyon auf.

Mit dem Ziel, sich eine erste Meinung über Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer beruflichen Schule in Frankreich zu bilden, begann der erste Nachmittag mit einem kurzen Schulrundgang im Lycée Georges Charpak, der ganz neue und ungewohnte Einblicke bot.

Die Schüler der Partnerschule beschäftigen sich sowohl mit der Reparatur und Instandhaltung von Landmaschinen und öffentlichen Nutzfahrzeugen als auch von Zweitaktmotoren für den Gartenbau. Außerdem stellen sie geschmiedete Bauteile selbst her. Deshalb waren die Schüler schon alleine durch die Größe der Werkstätten, in der sie gemeinsam arbeiten durften, und deren Ausstattung beeindruckt.

Alle Teilnehmer vor dem Eingang der Beruflichen Schule für Weinanbau. Foto: Gewerbeschule

Die französischen Begleitlehrer Stéphanie Gillet, Emanuelle Guillet und Michel Robinot entwarfen ein Wochenprogramm, das sowohl kulturelle Programmpunkte als auch gemeinschaftliche Abendprogramme integrierte. Besucht wurden unter anderem die Fondation Berliet, das Musée de la Miniature et des Décors des Films in Lyon und eine berufliche Schule für Weinbau im Beaujolais mit anschließender Weinprobe. Besonders gefallen haben den Teilnehmern das Oldtimermuseum Berliet und das Filmmuseum. Den krönenden Abschluss bildete der Besuch von Bourg-en-Bresse, welcher bei einer Stadtrallye durch die malerische Altstadt auf Französisch und Deutsch auf reges Interesse stieß.

Laut der Schulverwaltung sei der Austausch besonders bemerkenswert, weil es nicht um die Anwendung der jeweiligen Landessprache geht, sondern um eine grenzüberschreitende Kooperation, die zu Offenheit und Abbau von Vorurteilen erziehen sowie den Horizont einer anderen Kultur gegenüber erweitern soll – zum Beispiel durch den Genuss von regionalen Spezialitäten. Außerdem sollte bei diesem Besuch das gemeinsame Arbeiten an einem hydraulischen Hubwagen im Mittelpunkt stehen, das gleiche Fertigkeiten und Fertigungsverfahren diesseits und jenseits der Grenze erfordert. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Als die Schüler nach fünf Tagen erschöpft, aber mit vielen Eindrücken aus Châtillon-sur-Chalaronne zurückkehrten, war der Gruppenzusammenhalt nach Angaben der Verantwortlichen gestärkt. Auch eine freundschaftliche Beziehung zu den französischen Austauschschülern sei entstanden.

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