Berufsinformationstag 2016 - Orientierung im Dschungel

Beim Bad Säckinger Berufsinformationstag gaben 72 Firmen, Institutionen, Behörden und Schulen einen Einblick in die Arbeitswelt.

Die Polizei präsentriert sich am BIT mit eigenem Stand. Foto: Hildegard Siebold

BAD SÄCKINGEN. Die Beruflichen Schulen in Bad Säckingen luden am Samstag zum Berufsinformationstag. 72 Firmen, Institutionen, Behörden und Schulen gaben einen Einblick in ihre Arbeitswelt. Das Angebot wurde von Schülern wie auch Eltern zahlreich angenommen.

Bereits zum 18. Mal organisierten die Hauswirtschaftliche Schule, die Gewerbeschule und die Rudolf-Eberle-Schule die Informationsveranstaltung, die Hilfestellung gab in der Frage, wie es nach der Schule weitergeht beziehungsweise welcher Beruf der richtige ist. Immer neue Berufsfelder und immer mehr Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung bedeuten für junge Menschen und ihre Eltern oftmals einen undurchdringlichen Dschungel. Darin gab der Berufsinformationstag wieder Orientierung und Hilfestellung, die Firmen stellten sich den Fragen und warben zugleich mit attraktiven Angeboten um beruflichen Nachwuchs. Einige hatten sich spannende Gewinnspiele ausgedacht. So bot die gemeinsame Dienststelle Flurneuordnung der Landratsämter Lörrach und Waldshut ein Quiz zur Ausbildungsbörse 2016. Und das ganz praxisorientiert mit berufsspezifischen Fragen aus dem Bereich der Mathematik und Physik.
 
Überaus originell warben auch die Spitäler Bad Säckingen und Waldshut um den dringend benötigten Nachwuchs im Pflegebereich: Wer Symptome wie akute Hilfsbereitschaft, verbunden mit chronischem Wissensdurst und eine verstärkte Ausschüttung von Endorphinen beim Arbeiten mit Menschen aufweist, dessen Diagnose könne nur Ausbildungsfieber sein. Als Therapie verschrieben die Spitalmitarbeiter auf großen Plakaten eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.

Mit edel gedeckten Tischen und dem lächelnden Slogan "Nur Köche machen Frauen glücklich" warb die Gastronomie um Azubis im Gastgewerbe. Dort hatten sich Alexander Mussler vom Hotel Storchen in Rheinfelden-Riedmatt und Sonja Bier vom Restaurant Rheinperle in Waldshut zu einem kooperierenden Team zusammengeschlossen, um den jungen Leuten ihr Berufsfeld schmackhaft zu machen. "Wir brauchen Leute in der Gastronomie", sagten beide unisono. Auf Nachwuchssuche ist auch das Handwerk, egal ob Maler, Zimmerer, Schreiner oder Maurer. "Die Betriebe suchen händeringend", erklärte Michael Przybylski, der in Tiengen einen Malerfachbetrieb hat. Ein wenig besser ist die Nachfrage laut dem Wehrer Zimmermannsmeister Berthold Bühler in seinem Metier. Das Zimmererhandwerk und gerade der Holzbau erleben einen Aufschwung. Das wirke sich auch auf den Nachwuchs aus.

Dennoch: Stets dicht umringt beim Berufsinformationstag waren die Angebote im kaufmännischen Bereich, bei den Banken und bei den weiterführenden Schulen wie etwa den Bachelor Studiengängen. Auch Landrat Martin Kistler, der Landtagsabgeordnete Hidir Gürakar und Bürgermeister Alexander Guhl unternahmen mit den Schulleitern Isabella Schlipphack, Peter Hess und Adalbert Hahn einen Rundgang durch die Reihen der Aussteller.

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