Beim Berufsinformationstag die Traumausbildung finden

Am 8. Februar laden die Beruflichen Schulen in Bad Säckingen zur Messe / Regionale Unternehmen suchen Nachwuchs.

Arbeiten in der Holzwerkstatt der Gewerbeschule Bad Säckingen (Foto: südkurier)
Arbeiten in der Holzwerkstatt der Gewerbeschule Bad Säckingen (Foto: südkurier)

Sehr gut besucht war der Berufsinformationstag der beruflichen Schulen im Schulzentrum von Bad Säckingen am Samstag. Insgesamt 73 Aussteller präsentierten sich in den drei beruflichen Schulen. Zum ersten Mal war auch das Außengelände mit zahlreichen Infomobilen bestückt. "So groß waren wir noch nie aufgestellt im Außenbereich", sagte Marion Plate, die Hauptorganisatorin des Berufsinformationstages. Da am Samstag auch das Wetter mitspielte, wurde der Außenbereich von den Besuchern rege genutzt. Viele Schüler waren gemeinsam mit ihren Eltern da, die sich ein Bild von den beruflichen Möglichkeiten ihrer Kinder machen wollten. "Dass so viele Eltern mit dabei waren, hat gezeigt, dass der Samstag eine gute Wahl für den Berufsinformationstag ist", sagt Marion Plate.

Auch Ämter suchen Nachwuchs
Kurz vor Ende der Veranstaltung zeichnete sich dann auch ab: "Es kamen viele Anmeldungen", resümierte Carsten Schnell, Leiter der Hauswirtschaftlichen Schule, gemeinsam mit seinen Kollegen Erika Breiling, Leiterin der Rudolf-Eberle-Schule, und Raphael Schopp, Leiter der Gewerbeschule. Auch Bürgermeister Alexander schaute am Berufsinformationstag vorbei und machte sich ein Bild von der Veranstaltung, genau wie Markus Siebold, Leiter des Amtes für Kreisschulen und Liegenschaften des Landratsamtes Waldshut, und zuständig für die beruflichen Schulen im Landkreis. "Nachwuchskräfte werden inzwischen in allen Bereichen gesucht", erklärt er. Deshalb haben sich jetzt auch Betriebe präsentiert, die bisher ohne Probleme Auszubildende gefunden haben. "Auch diese Betriebe müssen sich inzwischen bemühen", erklärt Markus Siebold weiter.
Geburtenstarke Jahrgänge
Noch zu Beginn der Veranstaltung am Samstag waren die drei Schulleiter der beruflichen Schulen noch etwas zurückhaltend mit der Euphorie. Wie Bürgermeister Guhl sagte, hat sich die Zahl der Geburten in Bad Säckingen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, doch dauert es noch einige Zeit, bis diese geburtenstarken Jahrgänge in den Berufsschulen ankommen. "Diese zeigen sich jetzt erst in den Kindergärten und Grundschulen", so der Bürgermeister. Allerdings zeichnet sich immer mehr ab, dass die Schüler und deren Eltern nicht mehr unbedingt den direkten Weg zum Beispiel zum Abitur über ein Gymnasium suchen, sondern durchaus auch alternative Möglichkeiten genauer in Augenschein nehmen. "Es zeigt sich immer mehr, dass es guttut, sich für den Abschluss auch ein wenig Zeit zu lassen", so Erika Breiling. Sie sieht sich darin bestätigt, dass die beruflichen Schulen immer wieder und unermüdlich über die vielen Formen der Möglichkeiten für einen höheren Bildungsabschluss informiert haben. Denn: "Die Schüler melden sich nicht mehr nur an, sondern besuchen auch die angebotenen Informationsveranstaltungen", erklärt Breiling weiter. "Wir stellen fest, dass die Sachen endlich wahrgenommen werden".
Fächerübergreifende Zusammenarbeit
Neben den beruflichen und schulischen Möglichkeiten haben die Schülerinnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in der Hauswirtschaftlichen Schule ihr Stuhl-Projekt präsentiert. Ein halbes Jahr lang haben sich die Schülerinnen damit beschäftigt, einen Stuhl zu designen und das Material zu besorgen. Unterstützt wurden die Mädchen dabei von den Schülern unter anderem der Holzklasse der Gewerbeschule, die beim Bau der Stühle geholfen hat. Dieses Projekt wurde von Inga Wörner, Lehrerin der Gewerbeschule, geleitet. Es hat gezeigt, wie unkompliziert und fächerübergreifend die drei beruflichen Schulen zusammenarbeiten.

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