An Berufsschulen wird’s eng

Eberle-Schule, die hauswirtschaftliche Schule und die Gewerbeschule starten ins Schuljahr.

Eingerüstet präsentiert sich ein Nebengebäude der
Gewerbeschule Bad Säckingen zu Beginn des neuen  Schuljahres.
Foto: Alex Kremp

BAD SÄCKINGEN. Mit genügend Lehrern starten die beruflichen Schulen in Bad Säckingen in das neue Schuljahr. Räumlich bleibt es eng, an der Rudolf-Eberle-Schule sogar so eng, dass es einen neuen Höchststand bei den Wanderklassen gibt. Die Gewerbeschule investierte in ihren Maschinenpark und die hauswirtschaftlichen Schulen haben einen neuen Konrektor. Smartphones müssen im Unterricht auch weiterhin ausbleiben.

Rudolf-Eberle-Schule
Auch wenn Schulleiter Hans-Peter Hess die genauen Schülerzahlen erst in der kommenden Woche bekannt geben kann, steht bereits jetzt fest, dass es eng wird – noch enger, als im Vorjahr und das bedeutet für die Wirtschaftsschule noch mehr Wanderklassen. Waren es im vergangenen Schuljahr 719 Schülerinnen und Schüler, wird die Zahl in diesem Jahr mindestens ähnlich hoch bleiben. Vier Rückkehrer, drei neue Lehrer und drei Abgänge sorgten dafür, dass 48 Lehrerinnen und Lehrer an der Schule unterrichten werden. Neu ab diesem Schuljahr wird sein, dass erstmals Flüchtlinge den Unterricht besuchen. Bei Smartphones bleibt der Schulleiter hart: "Sie sind im Unterricht verboten."

Hauswirtschaftliche Schulen
Ein neuer Konrektor und ein Ausbau des Unterrichts mit Tablets sind die wesentlichen Neuerungen an den hauswirtschaftlichen Schulen in Bad Säckingen für dieses Schuljahr. Auf Joachim Schultze folgte Carsten Schnell als stellvertretender Schulleiter. Was die Versorgung mit Lehrern angeht, ist Schulleiterin Isabella Schlipphack zufrieden, bei den Räumen sieht es dagegen anders aus. Die Situation sei beengt.

Genaue Schülerzahlen seien derzeit schwierig zu prognostizieren, da es für das Hotel- und Gaststättengewerbe Blockklassen gebe, deren Anmeldung noch bis November laufe, so Schlipphack. Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass es etwa 430 Schüler sein werden und damit etwa ähnlich viele wie in den Vorjahren. Die beiden Flüchtlingsklassen aus dem vergangenen Schuljahr werden weiter geführt.

Bereits im zweiten Jahr und ein voller Erfolg ist das Tablet-Projekt an der Schule. Auch die neue Eingangsklasse wird daran anknüpfen. Bei aller Kritik an der Digitalisierung sollen hier auch deren Vorteile genutzt werden. Im Vordergrund stehen dabei eine fundierte Medienkompetenz und das Recherchieren. Das dahinterstehende pädagogische Konzept zielt auf mehr Individualisierung ab und erlaubt, dass aktuelle Informationen, etwa Nachrichten, in Echtzeit in den Unterricht einfließen und dort behandelt werden können. Die Tablet-Computer gehören den Schülern privat. Technische Probleme, da mit drei unterschiedlichen Betriebssystemen gearbeitet werden müsse, gebe es nicht.

Zu den 35 Lehrerinnen und Lehrern in der Stammlehrerschaft kämen noch Kollegen der benachbarten beiden Schulen hinzu, sodass Schlipphack mit rund 50 Lehrern an ihrer Schule rechnet.

Gewerbeschule
Mit steigenden Schülerzahlen, einem neuen Schulleiter und sechs neuen Lehrern geht es an der Gewerbeschule ins neue Schuljahr. Damit nicht genug: Der Maschinenpark wurde modernisiert, bei den Klassenräumen ist die Schule am Limit. Ebenfalls neu eingerichtet wurde eine Vorbereitungsklasse Arbeit und Beruf, in der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss vorbereitet werden.

Besonders erfreut ist der neue Schulleiter Raphael Schopp, der auf Adalbert Hahn folgte, über das große Interesse an der Holzfachschule und den dort gestiegenen Schülerzahlen. In der Holzfachschule wird an einer neuen Holzplattensäge und einer computergestützten Fräse gearbeitet. Von den insgesamt 650 Schülern sind 30 in der Holzfachschule. Waren es vergangenes Jahr noch 24, so sei dieser Anstieg ein Trend, der sich kontinuierlich die vergangenen Jahre vollzog und zeige, wie beliebt die Holzbranche sei, so Schopp. Auch bei den Metallern wurde in eine neue solche CNC-Drehmaschine investiert.

 

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