Adalbert Hahn ist als Rektor der Gewerbeschulen Bad Säckingen verabschiedet worden.

Neuer Schulleiter Raphael Schopp beginnt am 1. August.

Der Neue und der Alte: Raphael Schopp (links) und Adalbert Hahn
Foto: Gerd Leutenecker

BAD SÄCKINGEN. Die Nachfolge von Adalbert Hahn als Schulleiter der Gewerbeschule in Bad Säckingen ist geregelt. Schon zum 1. August tritt Raphael Schopp die Stelle an. Damit bleibt der Berufsschule eine längere Hängepartie erspart. Schopp hatte bereits den Prüfungsvorsitz der jüngsten Examensrunde inne. Somit ist er kein Unbekannter für das Kollegium.

Es ist fast schon üblich an der Gewerbeschule, jedes zweite Mal mit einer externen Berufung das Rektorat zu besetzten. Auch Stationen in der Kultushierarchie in Stuttgart oder Freiburg sind gerne gesehen. Der Vorgänger von Direktor Adalbert Hahn, Leo Weiß, hatte seine Sporen im Kultusministerium verdient. Der Neue stieg in der Landeslehrerakademie für Fortbildung und Personalentwicklung in Esslingen ein und kletterte die Leiter im Regierungspräsidium nach oben. Früher hieß es Oberschulamt, jetzt ist es das Referat sieben. Schopp war dort seit 2010 als Personalreferent für Berufliche Schulen tätig. So kennt er jede Schule im Regierungsbezirk. Er hat sich Bad Säckingen ausgesucht.

Am Rande der Verabschiedung für den scheidenden Direktor Hahn kamen Details über die Ernennung Schopps heraus. "Die Ernennungsurkunde trägt noch die Unterschrift des vorangegangenen Kultusministers" verriet Thomas Hecht. Der Abteilungsdirektor im RP machte keinen Hehl daraus, dass die schnelle und frühzeitige Entscheidung für Schopp von allen Gremien für exzellent gehalten wurde. Als Schulträger war Landrat Martin Kistler gefragt. Schopp ist in Bruchsal geboren, hat in München Elektrotechnik studiert sowie das Zusatzstudium als Diplom-Berufspädagoge absolviert. In Offenburg folgte das Referendariat. Er ist verheiratet und hat ein Kind. Einen großen Teil seiner Karriere hat er noch vor sich – Schopp ist erst 37 Jahre alt.

Zur Verabschiedung und Ernennung war die Prominenz aus Schulverwaltung und Politik anwesend. Eine lange Laudatio auf den scheidenden Schulleiter zeigte das nachhaltige Wirken von Adalbert Hahn auf. "Ein echtes Hausgewächs" aber immer am Puls der Zeit, "gelebte Aufgaben mit markanten Vorreiterrollen" und Landrat Kistler wurde sehr persönlich "ihre menschliche Führung hat einem guten Ziel gedient". Lob von allen Seiten, die Vorhalle der Gewerbeschule war randvoll. Alle Direktoren- und Rektorenkollegen waren anwesend. Auch weil ein geschätzter Kollege ging, der als "angenehm, vertrauensvoll und kollegial" bezeichnet wurde, wie der geschäftsführende Schulleiter der Beruflichen Schulen im Landkreis, Karl-Heinz May, ausführte. Der Präsident der Handwerkskammer, Gotthard Reiner, zeigte die Wertschätzung für Hahn auf, indem er ihn in der Kooperation immer als denjenigen "kennengelernt habe, der die Perspektiven des Handwerks in den Fokus gerückt hat".

39 Jahre hat Adalbert Hahn als Lehrer an Berufsschulen gearbeitet. Ganze Generationen von Schreinern haben seit 1979 im Landkreis seinen Weg gekreuzt. Hahn stammt ursprünglich aus dem Ruhrgebiet. Seit 1979 unterrichtet er in Bad Säckingen. Zwei Jahre zuvor ließ er sich im schwäbischen Weingarten zum Pädagogen ausbilden, zuvor hatte er in Bochum ein Diplom als Bauingenieur erworben – mit miesen Jobaussichten. Nicht von ungefähr kam der Umschwung, denn mit Adalbert Hahn stellt die Familie in der sechsten Generation Lehrer. Seine drei Kinder folgten ihm. Unterrichten ist für ihn zum Steckenpferd geworden. Seine Schüler haben ihn nicht vergessen. "Auf der Straße grüßen sie mich immer noch", sagt Hahn stolz.

Was kommt nun mit der Freizeit. Noch bestimmen die Termine ihn, ab August "bestimme ich die Termine", stellt Hahn fest. Er will seinem Fahrrad einige Teile Deutschlands zeigen.

Dennoch will er die Schule an sich noch nicht loslassen und seinen Erfahrungsschatz in der administrativen Leitung und Lenkung einbringen. Er hinterlässt Spuren. Zunächst als Konrektor, seit 2009 als hauptverantwortlicher Direktor. Mit ihm geht eine Lehrergeneration, die neue Wege beschreiten wollte.

 

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